Das Jubelpaar.
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Das Jubelpaar.

Engagierte Landwirte

Manfred und Inge Schupp feiern Diamanthochzeit

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Langgöns (pm). "Für die Liebe muss man immer wieder neu kämpfen. Wir sind zufrieden und dankbar für jede Stunde, die wir gemeinsam verbringen dürfen." Das sagen Manfred und Inge Schupp geb. Frey nach 60 Jahren Ehe. Heute, am 31. Mai, feiern sie ihre diamantene Hochzeit.

In der Jakobuskirche in Lang-Göns gaben sie sich seinerzeit vor Pfarrer Karl Alt das Jawort. Das wird heute kräftig gefeiert. Neben Familie, Freunden, Nachbarn und Weggefährten wird sicherlich auch der frischgebackene Langgönser Alt-Bürgermeister Horst Röhrig gratulieren, denn der ist mit Manfred Schupp verwandt. Bereits bei der Hochzeit des Paares war er als kleiner Bub dabei, als einer von insgesamt 200 Gästen.

Der heute 83-jährige Manfred Schupp stammt aus Niederkleen, wo er 1935 als Sohn einer im Ohly’schen Haus alteingesessenen Bauernfamilie geboren wurde. Nach dem Tod seines Schwiegervaters übernahm er 1966 gemeinsam mit seiner Frau, die morgen, am 1. Juni, ihren 79. Geburtstag feiern wird, den landwirtschaftlichen Betrieb der Schwiegereltern in Lang-Göns.

Schwerpunkte waren die Pflanzkartoffelvermehrung und die Direktvermarktung von Kartoffeln, die Milchviehhaltung bis 1988, die Legehennenhaltung mit Direktvermarktung sowie eine Muttersauenhaltung zur Ferkelerzeugung. Das Paar bekam zwei Kinder und ist heute stolz auf seine drei Enkel.

Manfred Schupp war unter anderem im Vorstand des Ortsbauernverbandes, zuletzt bis 2014 als Vorsitzender, Ortslandwirt, Pflanzenschutzwart der Gemeinde Langgöns und Wildschadenschätzer. Die große Leidenschaft des vielseitig interessierten ehemaligen Landwirts gilt dem Obst- und Gartenbau und der Heimatforschung. Seit 60 Jahren führt er täglich Aufzeichnungen über das Wetter und wichtige Ereignisse. Aktuelle Tendenzen im Landbau verfolgt er kritisch: "Die Monokulturen gefallen mir gar nicht", rügt er. Selbst habe er seinerzeit immer Rotklee in der Nähe des Dorfes gesät: "Da kamen tausende Schmetterlinge, das war wunderschön, so etwas gibt’s heute gar nicht mehr", bedauert der erklärte Blumenfreund, der auch heute noch gerne sein Wissen an jüngere Generationen weitergibt.

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