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Die Lindenallee in der Straße Niederhofen in Lang-Göns soll erhalten bleiben. Maßnahmen dazu erläutern Experten im zuständigen Fachaussschuss.

Lindenallee soll bleiben

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Langgöns (se). Eine gute Nachricht für die Anwohner der Straße Niederhofen in Langgöns: In einem Gutachten kam die Bad Nauheimer Fachfirma Der Baumgugger nach einer Begutachtung der Bäume in dieser Straße zu dem Ergebnis: "Es lohnt sich, den Versuch zu unternehmen, die Lindenallee zu vitalisieren."

Dabei schlägt Dipl.-Ing. Jörg Hirzmann einige Maßnahmen vor, um den Baumbestand zu erhalten. Dazu heißt es in einer Stellungnahme der beiden Baumpfleger der Gemeinde, Martin Seidel und Christian Ulm, dass auch die "vorgeschlagenen Maßnahmen der Büros Baumgugger nicht verhindern werden, dass sich die großen Faulstellen in den Bäumen weiterentwickeln und letztendlich die Statik der einzelnen Bäume gefährdet wird".

Aus diesem Grund schlagen die beiden Baumpfleger vor, dass "die stark erkrankten Bäume einzeln und sukzessive in den kommenden Jahren ausgetauscht werden". Nach Mitteilung von Bürgermeister Marius Reusch seien davon drei bis fünf Bäume betroffen.

Stellplätze für die Feuerwehr

Diese Aussagen, die am Mittwochabend in der Sitzung des Umwelt-, Energie und Verkehrsausschusses gemacht wurden, nahmen die Besucher mit Beifall auf. Damit ist das befürchtete Abholzen aller Linden im Niederhofen erst einmal vom Tisch. Stattdessen wird ein Teil des Baumbestandes nach und nach ersetzt, "wodurch gleichzeitig eine Verjüngung und ein dauerhafter Erhalt der Allee sichergestellt wird", heißt es weiter in der Stellungnahme der beiden Gemeindemitarbeiter.

Einen Einblick in ihre Tätigkeiten gewährten Martin Lischka und Peter Fleck, die als Müllpaten dazu beitragen, dass auf den Straßen in und um Langgöns achtlos oder bewusst weggeworfener Abfall aufgesammelt wird. So versucht Peter Fleck, das Bewusstsein bei den Mitbürgern für eine saubere Landschaft zu schärfen und hat sogar Kindergartenkinder auf die Problematik aufmerksam gemacht.

Wie Lischka berichtete, gibt es in Langgöns inzwischen etwa 15 Müllpaten. Lob kommt auch vom Bürgermeister, der von einer "Bürgergesellschaft im besten Sinne" spricht. Allerdings gibt es auch Probleme, da Hessen Mobil, aber auch die Gemeinde selbst ein Tätigwerden der Müllpaten und ihrer Helfer auf bestimmten Straßen aus versicherungsrechtlichen Gründen verbieten muss.

Dieser Posten bleibt im Geschäftsgang, wobei sich die Ausschussmitglieder dafür aussprachen, mit den Verantwortlichen in Hessen eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Zu Gast im Ausschuss war auch Landschaftsarchitekt Norbert Kerl von der Biebertaler Planungsgruppe, der für den Friedhof in Oberkleen ein Konzept erstellt hat und dieses am Mittwochabend präsentierte. Dabei wurde jeweils ein Modell für das kommende Jahr, für das Jahr 2035 sowie für 2050 entworfen und dem Ausschuss auf einer Leinwand vorgestellt. Bei seinen Entwürfen für die Jahre 2035 und 2050 hatte Norbert Kerl eigenen Angaben zufolge so etwas wie einen Blick in die Glaskugel gewagt. "Die Annahme basiert aber auf den jetzigen Bestattungsarten", berichtete der Landschaftsarchitekt. Reine Kaffeesatzleserei war es dann doch nicht, was der Landschaftsarchitekt präsentierte. Nach seinen Plänen wird der Friedhof in einen Park umgestaltet. "Der Friedhof wird immer mehr zu einem Kommunikationsmittelpunkt", stellte Kerl fest.

Von seinem Modell für den Friedhof im Jahr 2020 waren die Ausschussmitglieder so angetan, dass sie einstimmig eine Beschlussempfehlung dahingehend aussprachen, den Friedhof bis zum nächsten Jahr nach diesen Plänen umzugestalten und auch die erforderlichen Mittel bereitzustellen. Die Kosten belaufen sich auf etwas mehr als 270 000 Euro. Der Antrag wurde dahingehend erweitert, dass auch die Trauerhalle umgestaltet wird und andere Friedhöfe der Gemeinde Langgöns für moderne Bestattungsformen (anonyme/halbanonyme Grabstätten, Bestattung unter Bäumen) hergerichtet werden.

Einstimmig stimmte der Ausschuss einer überarbeiteten Ausführungsplanung des Planungsbüros ZH Ingenieure aus Wißmar zu, nach der insgesamt 24 Stellplätze für die Feuerwehr Oberkleen geschaffen werden. Die Kosten belaufen sich nach einer Schätzung der Wißmarer Ingenieure auf 150 000 Euro. An Haushaltsmitteln stehen dafür 145 000 Euro zur Verfügung.

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