+
Die Band "1968" präsentiert ihr neues Album.

Das letzte "Hopfstock"

  • schließen

Langgöns (con). Zehn Jahre lang konnte zum Hopfstockfestival in Dornholzhausen abgerockt werden. Das ist nun vorbei. Im nächsten Jahr wird es keine Neuauflage geben. Darum wurde nun Abschied gefeiert - selbstverständlich laut.

Für den Auftakt des Festivals sorgte die Band "Q" aus Hüttenberg. Mit "1968" stand dann ab 19.68 Uhr (oder auch 20.08 Uhr) Deutschrock auf der Bühne an: Mit eigenen ausschließlich deutschsprachigen Stücken sorgten sie für viel gute Laune. Die Band hatte auch etwas zu feiern: Sie präsentierte Songs aus ihrem neuem Album "So langsam müsst’s mal schnell geh’n!" und war darauf gespannt, wie diese beim Publikum ankommen - anscheinend sehr gut.

Acoustic Rock stand auf dem Programm von "David & the 3 Goliaths". Mit zwei Akkustik-Gitarren, unterstützt durch E-Bass und Schlagzeug, zauberten die "Goliaths" einen ganz eigenen Sound auf die Bühne. Die Band um Frontmann und Namensgeber David Domine spielt Coversongs von Tom Petty, Bruce Springsteen, den Beatles und vielen mehr.

Baugebiet in der Nachbarschaft

Die letzte Band, die beim "Hopfstock" auftritt - das konnte nur eine sein: die Coverband "Q". Die Musiker sind bereits seit dem ersten Hopfstockfestival mit dabei. Mit einem Querschnitt durch sechs Jahrzehnte Rock’n´ Roll präsentierten sie Songs von AC/DC über die Foo Fighters und Status Quo bis ZZ-Top. Die Lieder wurden nicht nur einfach gecovert, sondern ihnen auch der eigene "Q"-Touch verpasst.

"Q" hatte gleich zwei Gründe zum Feiern: Denn gleichzeitig mit dem zehnten Auftritt beim Hopfstockfestival feierte die Band auch ihren 20. Geburtstag. Bis in die frühen Samstagmorgenstunden hinein unterhielten sie die Festivalbesucher bestens.

Dann war Schluss. Ein elftes Festival wird es nicht mehr geben. Der an das Festival-Areal angrenzende Acker wird in Bauland umgewandelt. Hier soll in den kommenden Jahren eine neue Wohnbebauung entstehen, berichteten die Organisatoren Stefan Hopf und Gerald Schneider (ersterem gehört das Grundstück, letzterer spielt in allen Bands, die hier am Samstag auftraten). "Damit endet auch unser Festival", sagte Hopf.

Sein Resümee nach zehn Jahren fällt gut aus: "Es war immer ruhig und schön - den Leuten hat es immer gefallen und gab nie Krawall". So hat er sich "sein" kleines, aber feines Festival immer gewünscht. Mit der Zeit hat sich die Besucherschar gewandelt: "In den ersten Jahren kamen fast nur Einwohner von Dornholzhausen - mittlerweile kommen auch immer mehr Auswärtige." Traurig ist er über das Ende des Festivals auch. Doch das zehnte Festival habe die Möglichkeit für einen sauberen Schnitt geboten.

Eine Zukunft ganz ohne "Hopfstock"? Das können sich auch die Festivalmacher nicht wirklich vorstellen: "Vielleicht gibt es in ein paar Jahren dann doch eine Neuauflage - das kommt darauf an, was wir hier für Nachbarn bekommen oder ob wir eine ähnlich gute Location finden."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare