"Leben nach Tschernobyl": Transport in die Ukraine

Langgöns (pm/ik). Auch im eigenen Jubiläumsjahr bleibt der Arbeitskreis "Leben nach Tschernobyl" in der Evangelischen Kirchengemeinde Langgöns aktiv.

Ungefähr 1400 Kartons haben die fleißigen Helfer in einen Lastwagen geladen, der inzwischen die ukrainische Stadt Borispol erreicht hat. "In den Kartons befindet sich vor allem Kleidung, aber auch Stoffe, Spielwaren und Nähmaterial", so Sigrid Blochwitz vom Arbeitskreis. Mit knapp 100 Kartons Verbrauchsmaterial und Berufskleidung kann das vom Arbeitskreis betreute Krankenhaus rechnen, außerdem erhält es mit diesem neuerlichen Transport vier Säuglingsbetten. Die Aids-Beratung in Boorispol wird mit Injektionsspritzen und Kondomen versorgt. Nach Angaben von Gerhard Keller ist dies mittlerweile der 27. Transport, den der Arbeitskreis im Laufe der letzten 20 Jahre auf die Reise in die Ukraine geschickt hat. Hervorzuheben ist die überaus große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung in Langgöns und Umgebung. "Ohne die zahlreichen großen und kleinen Spenden, die abgegebene Kleidung und die medizinischen Sachspenden wäre eine so kontinuierliche und umfangreiche Hilfe nicht möglich", so betonten Blochwitz und Keller, und: "Wenn man bedenkt, dass die meisten Kleiderspenden in Plastiksäcken abgegeben werden, kann sich jeder eine Vorstellung davon machen, wie viel Arbeit das ist, die Kleidung auszupacken, zu sortieren, dann in Kartons umzupacken und diese dann wiederum zu lagern, bis der Ladetermin feststeht."

In Langgöns wird ein Großteil dieser Arbeit von den Frauen des Arbeitskreises geleistet - und dies seit nunmehr zwei Jahrzehnten.

Das Jubiläum wird u.a. mit einem Open Air-Konzert am 4. September ("Schmied Loaf" & "Tom Pfeiffer Band") gefeiert. Ein Festgottesdienst findet am 17. Oktober statt, das "Geburtstagsfest" mit Gästen aus Borispol am 19. Oktober.

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