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Langgönser Wasserpreis steigt

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Von: Patrick Dehnhardt

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Blick in die Kita Cleeberg. Der Umbau verteuerte sich aufgrund von neuen Brandschutzauflagen. ARCHIVFOTO: PAD © Patrick Dehnhardt

Langgöns (pad). Der Wasserpreis in Langgöns wird wohl in absehbarer Zeit steigen. Der Haupt- und Finanzausschuss empfahl in seiner jüngsten Sitzung eine Erhöhung von 16 Cent brutto. Der Kubikmeter Wasser würde dann brutto 2,06 Euro kosten.

Die Gemeinde feilt an einer Vorkaufsrechtssatzung. Diese soll verhindern, dass es zum Beispiel in alten Ortskernen zu Fehlentwicklungen kommt oder gar denkmalgeschützte Gebäude zum Spekulationsobjekt werden, bei dem der Erhalt des Hauses auf der Strecke bleibt.

Brückenstraße nicht ortsbildprägend

Die Freien Wähler hatten zur Satzung zuletzt Beratungsbedarf angemeldet, da sie in Espa, Oberkleen und Niederkleen noch einige ortsbildprägende Bereiche vermissten. Christoph Meywald stellte einen Vorschlag vor, welche Straßenzüge in den Orten ebenfalls unter den Geltungsbereich der Satzung fallen sollen. In Niederkleen und Espa wurden diese Änderungen einstimmig vom Haupt- und Finanzausschuss empfohlen. In Oberkleen folgte das Gremium dem Vorschlag, auch die Hofreiten in der Hauptstraße am Ortseingang von Niederkleen kommend mit aufzunehmen. Diese seien zwar erst nach 1948 gebaut worden, jedoch im Erscheinungsbild der weiteren Bebauung im Ortskern sehr ähnlich.

Keine Mehrheit fand hingegen der Vorschlag, die Ostseite der Brückenstraße in den Plan mit aufzunehmen. Die Freien Wähler sahen diese als ortsbildprägend an, da dort die innerörtliche Umgehung vorbeiführt. Dem wollten die anderen Gremiumsmitglieder jedoch nicht folgen. Letztlich wurde die Satzung einstimmig empfohlen.

Ebenso wurde eine überarbeitete Version der Richtlinie für Geldanlagen empfohlen.

Bürgermeister Marius Reusch berichtete von der Verwendung der Mittel der »Hessenkasse«. Die Arbeiten an der Sporthalle Lang-Göns und Sporthalle Oberkleen sind abgeschlossen. Jedoch kam es während der Bauarbeiten zu höheren Kosten. In der Sporthalle Oberkleen schlug etwa die Lüftungsanlage mit 30 000 Euro mehr zu Buche, in der Karl Zeiß-Sporthalle sorgte sie gar für 85 000 Euro Mehrkosten. Außerdem kam es zu allgemeinem Preissteigerungen.

Die Sanierung der Oberkleener Halle kostete somit 420 000 Euro statt ursprünglich geplanter 322 000 Euro plus Planungskosten. In Lang-Göns stiegen die Kosten von geschätzten 725 000 Euro plus Planungskosten auf 1,05 Millionen Euro.

Jürgen Knorz (CDU) fragte nach, warum sich die Kosten beim Umbau der Kita Cleeberg von 145 000 auf 232 000 Euro erhöht haben. Reusch berichtete, dass es nach der Baugenehmigung zusätzliche Auflagen in Sachen Brandschutz gab. Unter anderem mussten neue Brandschutztüren eingebaut werden.

Die bei der Hessenkasse angeforderten Mittel für die einzelnen Projekte sollen nun entsprechend der Kostensteigerungen erhöht werden. Dafür soll die Antragssumme für das neue Feuerwehrhaus Dornholzhausen abgesenkt werden.

Positive Nachrichten gab es im Finanzbericht. Die pandemiebedingten Ausfälle bei den Kita-Gebühren werden nahezu vom Land Hessen ausgeglichen. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer liegen deutlich über dem im Haushalt geplanten Wert, wobei Finanzwirt Mark Zimmermann dies auf Einmaleffekte durch Nachzahlungen größerer Betriebe zurückführte. Die Senkung der Kreisumlage werde von der steigenden Schulumlage aufgefressen.

Das im Haushalt 2021 erwartete Minus von 438 000 Euro könnte nach derzeitiger Erwartung sogar auf knapp 6000 Euro gesenkt werden - ein für das zweite Pandemiejahr in Folge mehr als respektables Ergebnis.

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