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Die Kleebachbrücke am Schneiderberg in Niederkleen soll saniert werden. FOTO: SE

Langgönser Grundsteuer bleibt niedrig

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Langgöns(se). Die Langgönser Gemeindevertreter haben dem Haushaltsplan 2020 am Donnerstagabend zugestimmt. Die Fraktionen lobten dabei die Arbeit der Finanzabteilung innerhalb der Gemeindeverwaltung.

Auch inhaltlich herrschte weitgehend Übereinstimmung. Jürgen Knorz, Vorsitzender der CDU/FDP-Fraktion, stellte fest, dass es der "leichteste Haushalt seit zwölf bis 14 Jahren" sei. Bei einem Gesamtvolumen von 22,7 Millionen Euro sei ein Überschuss von 141 000 Euro erwirtschaftet worden. "Die Einnahme aus der Gewebesteuer ist mit vier Millionen Euro auf einem stabilen Niveau geblieben", sagte Knorz. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer liegt bei 7,5 Millionen Euro.

Knorz wies auch auf die Zuschüsse der Hessenkasse (2,1 Millionen Euro) und aus dem Programm "Starke Heimat Hessen" (200 000 Euro) hin. "Der Haushalt ist solide und zukunftsträchtig", sagte Knorz. Ihn freute, dass die Gewerbesteuer mit 350 Punkten die günstigste im Kreis Gießen sei. Auch bei der Grundsteuer A und B (jeweils 300) weise Langgöns den günstigsten Wert aller Kommunen im Landkreis auf.

Anja Asmussen signalisierte für die SPD die Zustimmung zum Haushalt. Kritisiert wurde vonseiten der Sozialdemokraten allerdings die Sanierung der alten Turnhalle Niederkleen, die mit rund 247 000 Euro veranschlagt wurde. So schlug ihr Fraktionskollege Thomas Schmidt vor, das Bürgerhaus in Niederkleen zu nutzen. Nach dem Umzug der Feuerwehr seien hier Räume frei geworden. Ein entsprechender Umbau, so Schmidt, hätte 180 000 Euro gekostet. Die Gemeindevertreter hatten zuvor gegen die Stimmen der SPD dem Ausbau zugestimmt.

In der Diskussion hatte Jürgen Knorz darauf hingewiesen, dass die Halle nicht nur sehr gut genutzt werde, sondern auch einen "Identitätsfaktor für Niederkleen" darstelle. Der Ausbau wird außerdem zum überwiegenden Teil durch die Hessenkasse finanziert.

Heidi Tonhäuser (SPD), auch Ortsvorsteherin in Cleeberg, beklagte, dass der Branntweinweg nicht wie erhofft in kompletter Länge ausgebaut werde.

Dr. Michael Buss, Fraktionsvorsitzender der Grünen, freute sich, dass kein Haushaltssicherungskonzept notwendig sei. "Wir haben unsere Freiheit zurückgewonnen." Für den Haushaltsplan mit seinen sechs Bereichen gab es jeweils ein einstimmiges Votum.

Brücken sollen saniert werden

Ebenfalls einstimmig sprachen sich die Gemeindevertreter für die Erneuerung der Brücken am Mandlerweg in Dornholzhausen, in der Brückenstraße Oberkleen und am Schneiderberg in Niederkleen aus. Bei den Vorhaben am Mandlerweg und in der Brückenstraße ist eine Sanierung der Widerlager sowie die Erneuerung der Brückenplatte zuzüglich Aufbau und Geländer vorgesehen.

2019 waren die Kosten für die Baumaßnahme am Mandlerweg mit 170 000 Euro angegeben worden, die der Brückenstraße mit 151 000 Euro. Im Zuge der Sanierungsplanung der Brücke am Schneiderberg solle eine Gesamtverkehrsplanung für Niederkleen vorgenommen werden.

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