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Der Kleebach - hier in Niederkleen - trat letztes Jahr aufgrund von Starkregen und Hochwasser über die Ufer. Er soll zwei Messstellen erhalten, die automatisch die Feuerwehr informieren, falls Gefahr droht.

Langgöns will Frühwarnsystem

  • VonPatrick Dehnhardt
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Langgöns (pad). In Sachen Starkregenschutz forciert die Gemeinde Langgöns das Tempo, wobei alle Fraktionen an einem Strang ziehen. In der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag wurde einstimmig beschlossen, die Förderung für ein Frühwarnsystem zu beantragen.

Geplant ist eine automatische Regenmessung an allen Feuerwehrhäusern und zwei Pegelmessstellen am Kleebach. Die Sensoren würden automatisch bei der Feuerwehr Alarm schlagen, wenn eine zuvor festgelegte Regenmenge pro Stunde überschritten wird. Denkbar ist, die Daten auch über die Gemeinde-Internetseite den Bürgern zur Verfügung zu stellen. Da die WI-Bank die Kosten von knapp 26 000 Euro derzeit komplett fördert, fiel die Entscheidung leicht.

In Sachen Starkregenanalyse ist Langgöns einen Schritt weiter: Nachdem der Förderbescheid eingetroffen und die Ausschreibung beendet ist, konnte nun ein Fachbüro beauftragt werden. Bürgermeister Marius Reusch rechnet mit einem Ergebnis Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres.

Einstimmig fiel auch die Entscheidung, sich um eine Förderung für die Stelle eines Gemeindepflegers beim Sozialministerium zu bewerben.

Im Kernort Lang-Göns können private Hausbesitzer beim »Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept« nicht teilnehmen, da der Ort zu groß ist. Quasi als Ersatz soll für große Teile des Ortes ein integriertes Quartierskonzept aufgelegt werden. Dabei können Bürger Beratungsangebote nutzen und Hilfe bei Förderanträgen erhalten. Die Gemeindevertreter stimmten einstimmig dafür, die Förderung für das Projekt beim Land und der KfW zu beantragen. Lediglich fünf Prozent der Gesamtkosten sollen an der Gemeinde hängenbleiben.

Um das Onlinezugangsgesetz umzusetzen, soll in der Verwaltung die neue Stelle eines Digitalisierungsbeauftragten geschaffen werden. Bewerber müssen Berufserfahrung mitbringen. Auch dem stimmten die Gemeindevertreter einstimmig zu.

Impfprobleme

Zum Sachstand Baugebiet »Herrenacker« berichtete Bürgermeister Marius Reusch auf Anfrage der SPD, dass der Bebauungsplan in der nächsten Bauausschusssitzung vorgestellt wird.

Für Probleme sorgte im Frühjahr die Corona-Impfung in der Kita-Niederkleen. Da alle Erzieher gleichzeitig beim Impftermin waren und Nebenwirkungen verspürten, musste die Kita für einige Tage schließen. Dies passierte auch bei der Zweitimpfung. Anja Asmussen (SPD) wollte wissen, ob dies die richtige Strategie war.

Bürgermeister Marius Reusch sagte, dass man im Frühjahr versucht habe, möglichst schnell für die Erzieher Termine im Impfzentrum Heuchelheim zu bekommen, um diese zu schützen. »Eine Auswahlmöglichkeit der Impftermine bestand nicht.« Die Alternative wäre gewesen, dass sich jede Erzieherin auf eigene Faust um einen Impftermin kümmert. Dann wäre das Impftempo langsamer und zudem nicht auszuschließen gewesen, dass doch einzelne Gruppen hätten geschlossen werden müssen.

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