Langgöns unterzeichnet Klima-Charta

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Langgöns(pm). "Ich freue mich, dass nun Langgöns zu den hessischen Klima-Kommunen zählt. Damit sind mehr als die Hälfte aller hessischen Städte, Gemeinden und Landkreise Teil des Bündnisses. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem klimaneutralen Hessen", sagte Umweltministerin Priska Hinz zur Unterzeichnung der Klima-Charta durch Bürgermeister Marius Reusch. "Nur gemeinsam können wir es schaffen, unsere Klimaziele zu erreichen. Jeder Beitrag der Kommunen - sei es das energetisch sanierte Bürgerhaus oder die neue energieeffiziente Klär- anlage - ist ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz."

Mit der Unterzeichnung der Charta ist die Gemeinde Langgöns eine von insgesamt 222 hessischen Kommunen, die sich im Rahmen des Bündnisses dazu verpflichtet haben, Aktionspläne mit Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu erstellen und diese zu verwirklichen.

"Unser Ziel ist es, alle Kommunen in Hessen für das Bündnis der Klima-Kommunen zu gewinnen. Dafür haben wir die Fördersätze im vergangenen Jahr noch einmal erhöht. Speziell Klima-Kommunen profitieren von bis zu 90 Prozent Förderung. Für die Förderung von kommunalen Klimamaßnahmen stellt das Land 5,5 Millionen Euro in 2020 bereit. Das ist genug Geld, um zahlreiche weitere Maßnahmen zu finanzieren. Ich rufe alle Kommunen auf, dies zu nutzen", sagte Hinz.

Auch Bürgermeister Reusch zeigte sich erfreut. "Mit der Unterzeichnung setzen wir in Langgöns unseren eingeschlagenen Weg, den Umwelt- und Klimaschutz verstärkt anzupacken, fort und heben dieses Engagement noch einmal auf ein ganz neues Niveau. Wir beschäftigen bereits eine Klimaschutzmanagerin, die zahlreiche Ideen und Initiativen im Bereich der Energieeffizienz, der regenerativen Energie- erzeugung und der Aufklärungsarbeit entwickelt und gestartet hat. Zudem unterhalten wir ein E-Auto, betreiben bereits einige eigene PV-Anlagen und vieles mehr. Doch mit der Charta Klima-Kommune möchten wir uns dauerhaft zu diesen Zielen und Ansprüchen bekennen und sehen in den verbesserten Fördermöglichkeiten durch die Landesregierung eine große Chance, unsere Bemühungen nachhaltig zu verstärken und auf Dauer zu stellen", erklärte er.

Bündnis verspricht Vorteile

Kommunen, die sich dem Bündnis anschließen, profitieren von erhöhten Fördersätzen über die Klimarichtlinie des Landes. Darüber hinaus sind sie Teil eines Netzwerks, das sich bei verschiedenen Veranstaltungen zu Themen des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel austauscht sowie voneinander lernt. Die Fachstelle des Bündnisses berät und begleitet die Kommunen auf ihrem Weg in eine klimafreundliche Zukunft. Die Klima-Kommunen entwickeln Aktionspläne mit kommunalen Maßnahmen für den Klimaschutz und die Klimawandelanpassung.

Im Rahmen der Klimarichtlinie konnten von 2016 bis 2019 insgesamt 95 kommunale Vorhaben mit einem Fördervolumen von circa acht Millionen Euro bewilligt werden. Davon haben 68 Klima-Kommunen 87 Anträge auf Förderung gestellt. Mit fünf Millionen Euro wurden Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen gefördert. 1,6 Millionen entfielen auf Klimaanpassungsmaßnahmen. Außerdem wurden Pilotvorhaben und Informations-initiativen unterstützt.

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