Langgöns investiert

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns(con). "Der Haushalt für das kommende Jahr steht ganz im Zeichen von Corona": Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Marius Reusch wenig überraschend am Donnerstag die Einbringung des Haushalts der Gemeinde Langgöns für 2021.

Im Entwurf für das kommende Jahr stehen Erträge von rund 23,522 Millionen Euro Aufwendungen von rund 23,977 Millionen Euro gegenüber - macht ein Defizit von etwa 455 000 Euro. Auch eine Liquiditätsreserve kann so in diesem Jahr nicht geschaffen werden. Besser sieht es da beim außerordentlichen Ergebnis aus: Dank Grundstücksverkäufen und Weiterem konnten hier Erträge von 1,142 Millionen Euro erwirtschaftet werden - bei Aufwendungen 443 000 Euro. So weist das außerordentliche Ergebnis einen Überschuss von 699 000 Euro auf. Der Finanzhaushalt sieht im kommenden Jahr einen Fehlbetrag in Höhe von 97 000 Euro vor.

Investition in die Infrastruktur

"Wir haben in der Gemeinde Unternehmen, die durch Corona schwer zu leiden haben - aber auch Unternehmen, die bislang gut durch die Krise gekommen sind oder gar von dieser profitiert haben", berichtete der Bürgermeister weiter. Auf der Einnahmenseite machen die Steuern den größten Anteil aus, und der Wert bleibt nahezu identisch zu dem des Vorjahres: Hier wird mit Einnahmen von rund 17,4 Millionen Euro gerechnet. Den größten Part macht der Anteil an der Einkommensteuer mit 7,35 Millionen Euro aus, gefolgt von der Gewerbesteuer mit 4,25 Millionen Euro und den Schlüsselzuweisungen des Landes mit drei Millionen Euro. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer B betragen 1,31 Millionen Euro.

Die beiden größten Ausgabenpositionen für die Gemeinde sind dabei die Kreis- und Schulumlage, die alleine mit rund 9,3 Millionen Euro mehr als ein Drittel ausmacht, sowie die Personalkosten, die mit 8,15 Millionen Euro ein weiteres Drittel erfordern.

Der Bereich von Kitas und Jugendpflege macht rund die Hälfte der Personalkosten aus und stellt damit den größten Block in diesem Bereich dar. "Die Personalkosten sind erneut stark gestiegen - das liegt vor allem an dem neuen Tarifabschluss im öffentlichen Dienst, sieben neuen Stellen in den Kindertagesstätten die wir im Rahmen des Gute-Kita-Gesetzes schaffen und der Neuschaffung einer Stelle für einen Ordnungspolizisten", berichtete der Bürgermeister.

Trotz allem stehe der Haushalt im Vergleich gut da: "Trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage wollen wir 3,35 Millionen Euro in die Infrastruktur und damit auch in die Zukunft von Langgöns investieren", erklärte Reusch. Die größten Investitionen sind der Ankauf von Grundstücken, für den aktuell 905 000 Euro im Haushalt eingeplant sind, die Modernisierung und der teilweise Neubau des Feuerwehrgerätehaus in Dornholzhausen mit 860 000 Euro sowie der Anschlussknoten Espa an der L 3053 für 280 000 Euro.

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