Der Hundekotbeutel sollte auch beim Spaziergang durchs Feld immer griffbereit sein.
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Der Hundekotbeutel sollte auch beim Spaziergang durchs Feld immer griffbereit sein.

Stetes Ärgernis

Langgöns: Mit DNS-Test beim Hund Kot-Sünder finden? 

  • vonPatrick Dehnhardt
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Hundekothaufen sind ein stets Ärgernis. Landwirte haben damit zu kämpfen, dass Viehfutter verschmutzt wird. In Langgöns diskutiert man einen ungewöhnlichen Weg, um dem Problem Herr zu werden.

  • Hundekot nervt viele Anwohner in Langgöns (Kreis Gießen).
  • Die Kommunalpolitik nimmt sich nun des Themas an.
  • Ein Vorschlag: Über DNS-Tests könnte man Hund und Halter finden.

Langgöns – Hundekothaufen sind nicht nur für den, der in sie tritt, ein Ärgernis. Landwirte haben damit zu kämpfen, dass das Viehfutter verschmutzt wird. Hans Dern schlug nun im Langgönser Haupt- und Finanzausschuss vor, per DNS-Tests die Besitzer zu finden, welche die Haufen ihrer Hunde nicht entfernen.

Langgöns (Kreis Gießen): Hundehaufen können Nutztiere krank machen

Ein schmatzendes Geräusch, dann klebt die braune Masse in den Ritzen des Schuhs. Wenn man Glück hat, merkt man es sofort und kann das Malheur vielleicht noch in der nächsten Pfütze oder auf Gras abstreifen. Mit Pech merkt man es erst, wenn es in der Fußmatte des Autos hängt und stinkt.

Hundehaufen sind ein jahrhundertealtes Ärgernis. Jedoch stellen sie viel mehr als für Fußgänger ein Problem für die Landwirte dar: Ein Hundehaufen im Heu verschmutzt das Futter, kann im schlimmsten Fall zu Krankheiten bei den Tieren führen. Die meisten Hundebesitzer wissen das und sammeln darum auch im Feld die Hinterlassenschaft ihrer Vierbeiner ein. Nur eine handvoll Unbelehrbare glaubt noch immer, dass sie mit dem Bezahlen der Hundesteuer einen Freifahrschein gelöst hätten.

Langgöns (Kreis Gießen): Hundekotbeutel kaum genutzt

Hans Dern (Grüne) schien sich schon seit Längerem über das Thema zu ärgern. In der Langgönser Haupt- und Finanzausschusssitzung ging es eigentlich um die Frage, welche Ideen und Anregungen der Gemeinde über den Mängelmelder im ersten Halbjahr mitgeteilt worden waren. Einer der Vorschläge war, einen Hundekotbeutelspender an der neuen Feuerwehr in Niederkleen aufzustellen.

Dern war für diesen Vorschlag, kritisierte aber in deftigen Worten, dass das Angebot zu wenig genutzt werde: »Die Leute nehmen zunehmend keine Hundekotbeutel und lassen Wiesen und Feldränder zuscheißen.« Er rechnete hoch, dass bereits eine handvoll Unbelehrbare ein Problem darstellten: »Wenn zehn Hundebesitzer einen Monat lang den Kot nicht mitnehmen, haben wir 300 Häufchen.« Zum Vorschlag von Wilhelm Simon (SPD), solche Hundebesitzer auf ihr Fehlverhalten anzusprechen, sagte Dern, dass man dann noch persönlich bedroht werde.

Langgöns (Kreis Gießen): Abschreckende Wirkung für Hunde-Halter erhofft

Er schlug einen anderen Weg vor: Von jedem angemeldeten Hund in der Gemeinde solle eine DNS-Probe genommen werden. Würden dann Hundehaufen gefunden, könne eine DNS-Probe aus dem Kot gewonnen und so der Verursacher ermittelt werden. Dern sagte, dass einige Kommunen bereits so vorgehen würden. »Wir müssen uns Gedanken machen, ob wir das so unterbinden können.« Von einer Hunde-DNS-Datenbank verspricht er sich auch eine abschreckende Wirkung.

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