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SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Schmidt.

SPD Langgöns für Aufhebung der Stellenbesetzungssperre

Langgöns (pm). Die Langgönser SPD-Fraktion hat in einem Antrag zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung die sofortige Aufhebung der durch die grün-schwarze Parlamentsmehrheit im Dezember vergangen Jahres beschlossene Stellenbesetzungssperre im Rathaus gefordert.

Der Fraktionsvorstand mit Thomas Schmidt und seinen Stellvertretern Kristine Tromsdorf, Karl-Heinz Wilhelm und Gerald Dörr machen darin deutlich, dass die ohne Not beschlossene Stellenbesetzungssperre für ein gutes und bürgerfreundliches Dienstleistungsangebot vor Ort sowie für eine ordnungsgemäße und funktionierende Verwaltung in Zukunft fatale Folgen haben kann.

"Die Personalausstattung in der Gemeindeverwaltung Langgöns liegt – gemessen an einer hessenweiten Vergleichsprüfung des Landesrechnungshofes – im oberen Viertel der günstigsten Städte und Gemeinden", unterstreicht Fraktionschef Thomas Schmidt.

"Situation dramatisch"

"Unter den gegebenen Umständen und durch die Stellenbesetzungssperre ist ein bürgerfreundliches und bürgernahes Dienstleistungsangebot nicht mehr zu gewährleisten", ergänzt Tromsdorf. "Dabei haben die Bürger von Langgöns einen berechtigten Anspruch auf eine qualitativ gute und geordnete Verwaltung".

"Die Situation ist dramatisch", meint Wilhelm. "Die Stellenbesetzungssperre schließt sich nahtlos an andere durch die grün-schwarze Jamaika-Koalition zu verantwortende Personalentscheidungen wie die Reduzierung des Bauhofpersonals und die personelle Unterbesetzung des Bürgerbüros an. Die Bürger klagen ja nicht umsonst über die verbesserungswürdige Pflege von Anlagen und Plätzen sowie längere Wartezeiten im Bürgerbüro."

Die SPD sieht die Funktionsfähigkeit der Gemeinde bereits stark gefährdet. Innerhalb weniger Jahre hätten sich nun bereits drei junge engagierte und leistungsstarke Mitarbeiter dafür entschieden, die Gemeindeverwaltung Langgöns zu verlassen.

"Wir bilden hier hoch qualifizierte Verwaltungsfachleute selber aus und verlieren diese dann, weil einerseits das Gehaltsniveau am unteren Ende liegt und andererseits das Personal durch politische Entscheidungen der grün-schwarzen Koalition in den letzten Jahren anhaltend verunsichert wird.

"IKZ kein Selbstzweck"

Die älteren Mitarbeiter haben nicht mehr den Mut, zu wechseln, aber die Jungen streben nach aussichtsreicheren und besser bezahlten Arbeitsplätzen. Sie hinterlassen große Lücken und die Verwaltung verliert ihre Zukunft", beschreibt Dörr die Situation.

Tromsdorf sieht ein Problem darin, dass die regierende Koalition Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) als Allheilmittel betrachtet: "IKZ darf kein Selbstzweck sein, sondern macht nur dann Sinn, wenn nicht nur Kosten gespart werden, sondern sich auch der Service für die Bürger verbessert und sich die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter in der Verwaltung nicht verschlechtern.

"Es gibt mehr als genug gute Gründe, den Beschluss der Gemeindevertretung aus dem Dezember des vergangenen Jahres zu revidieren", meint Fraktionsvorsitzender Schmidt, der abschließend auf eine Mehrheit für den SPD-Antrag in der kommenden Gemeindevertretersitzung am Donnerstag, 5. Februar, ab 20 Uhr im Bürgerhaus Niederkleen hofft.

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