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Die Bahnüberführung in Lang-Göns. Bei einem möglichen Neubau könnte für Abbiegespuren oder gar einen Kreisverkehr Platz geschaffen werden.

Langfristige Perspektiven

  • vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns (pad). Durch den strengen Frost hat sich der Zustand der Ortsdurchfahrt Lang-Göns in den vergangenen Wochen noch einmal verschlechtert, sind weitere Risse im Asphalt dazugekommen. Trotz des katastrophalen Straßenzustands gibt es bislang keine konkreten Pläne für eine Straßensanierung.

Im Lang-Gönser Ortsbeirat stand das Thema einmal mehr auf der Tagesordnung, sollte darüber beraten werden, ob eine Online-Petition für die Sanierung gestartet wird. Diese Idee ist nun erst einmal auf- geschoben.

Die Straßenbehörde Hessen Mobil sei auf die Gemeinde mit dem Ziel zugekommen, Gespräche führen zu wollen, sagt Ortsvorsteherin Astrid Müller im Gespräch mit dieser Zeitung. Das Ergebnis dieses Dialogs wolle man abwarten: »Wenn da schon Gesprächs- bereitschaft signalisiert wird, wollen wir da nicht gegensteuern.«

Brückenneubau bietet Chancen

Da die Gespräche erst im März stattfinden, wird sich der nach der Kommunalwahl neu formierte Ortsbeirat des Themas weiter annehmen. Ein Stillstand ist deshalb nicht zu befürchten: »Alle Parteien machen sich dafür stark«, sagt Müller. Zumal sich der Handlungsbedarf deutlich zeigt. Müller schildert, dass erst kürzlich wieder eine Wasserleitung geflickt werden musste: »Vor jedem Haus in der Obergasse hat es scheinbar schon einen Wasserrohrbruch gegeben.«

Auch nach einer Sanierung der Ortsdurchfahrt dürfte der Verkehrslärm ein Problem bleiben. Die Fahrzeugzahlen sind in den vergangenen Jahren - mit Ausnahme des Covid-19-Jahres - stets gestiegen. Ein Autobahnanschluss für die Landesstraße zwischen Lang-Göns und Leihgestern wird es in absehbarer Zeit nicht geben: Beim Ausbau der Autobahn 45 ist nichts vorgesehen.

In Lang-Göns gibt es zwar eine innerörtliche Umgehungsstrecke am Rathaus vorbei. Jedoch gibt es dort das Problem, dass gerade der Schwerverkehr an der Einmündung der Straße Am Wingert auf die Straße Am Mühlberg nur schlecht bis gar nicht abbiegen kann, da es an Platz fehlt. Denn direkt neben der Straße Am Wingert verläuft der Bahndamm, der Durchlass der Brücke ist zu schmal, um den für die Laster nötigen Wendekreis zu schaffen. Auch eine ordentliche Abbiegespur fehlt.

Für diese Problemstelle könnte es jedoch langfristig eine Perspektive geben: Die Deutsche Bahn klassifiziert die Bahnüberführung mittlerweile in der Zustandsklasse 3 von 4: »Erneuerungsmaßnahmen sind zu prüfen.« Dies bedeutet, dass mittelbar ein Neubau an dieser Stelle wahrscheinlich ist.

Gemeinde und Hessen Mobil hätten somit Zeit, ihre Idee für einen Umbau der Kreuzung - vielleicht sogar in einen Kreisverkehr - der Bahn vorzustellen und so dafür zu sorgen, dass die neue Brücke genügend Spannweite erhält, dass sich diese Pläne auch umsetzen lassen.

Ortsvorsteherin Müller sagte, dass man diese Möglichkeit auf jeden Fall gut beobachten solle. In den vergangenen Jahren habe der Verkehr auf der Holzheimer Straße stark zugenommen.

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