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"Vom Brot zum Korn": Die "Dorfkinder" aus der Kleeblattgrundschule widmen sich der Arbeit ihrer Vorfahren.

Landleben anno dazumal

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Langgöns (con). Wie kommt das Brot auf den Tisch und vor allem: Wie war das zu den Kinderzeiten der Großeltern und Urgroßeltern? Das demonstrierten Kinder der Kleeblattgrundschule in Oberkleen am Sonntagnachmittag im Gemeindehaus. Während vor der Tür das Dorffest tobte, drehte sich im Inneren alles um Brot, Mehl, die Getreideernte und die Aussaat. Das nur wenige Minuten lange Theaterstück "Vom Korn zum Brot" der Grundschüler entführte die Besucher in Zeiten, als viele ihr Brot noch selber machten. In umgekehrter Reihenfolge geht es also vom Bäcker zum Bauern, vom Backen zum Mehl mahlen, dem Dreschen des Getreides, von der Ernte zur Aussaat. "Das alles dauert zwar ziemlich lange - aber dafür schmeckt das Brot auch gleich viel besser, als wenn man es sich nur aus dem Supermarkt-Regal nimmt", kommentieren die Schüler den Abschluss des Ausflugs. Das Stück basiert auf der Zusammenarbeit der Grundschule mit dem Heimat- und Geschichtsverein.

Beitrag zu Demografiewettbewerb

Die Vereinsmitglieder stellten historische Geräte bereit, lernten mit den Kindern die Arbeitsschritte und den heimischen Dialekt. Was wäre ein Stück Heimatgeschichte ohne die passende Ausdrucksweise? Bemerkenswert: Mit dem Stück bewarben sich Grundschule und Heimat- und Geschichtsverein Oberkleen für den hessischen Demografie-preis; hier rücken die Aspekte des Lebens auf dem Land in den Fokus. Die Grundschule machte den Verein auf den Wettbewerb aufmerksam und gemeinsam beschloss man, sich zu bewerben. Mit Erfolg: Vor wenigen Tagen haben die Schüler das Stück bereits in Wiesbaden aufgeführt - sie gelangten damit mit fünf weiteren Gruppen in die derzeit laufende Finalrunde des Wettbewerbs. Insgesamt hatte es 85 Bewerbungen gegeben. Die Preisverleihung steht am 18. September in Wiesbaden an - dann erfahren die Grundschüler auch, wie sie abgeschnitten haben.

Den Besuchern in Oberkleen zumindest war nach der Aufführung und dem gemeinsam gesungenen "Ruure-Roiwe-Roppmaschin" klar: Der Heimat- und Geschichtsverein hat die Messlatte für die nächsten Dorffeste ziemlich hoch gelegt.

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