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Die Kunst des Faltens und zwei neue Kunstwerke in Langgöns

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Zwischen geometrischen Formen und Chaos - zwei Kunstwerke des Münchner Künstlers Peter Weber zieren seit neuestem das Foyer bei Faber&Schnepp in Langgöns.

Es sind Faltungen, die Weber so sehr faszinieren und schon seit rund 30 Jahren sein künstlerisches Wirken prägen. Ausstellungen führten ihn unter anderem nach Wien oder Miami. Das wohl häufigste Material für seine Faltungen ist Baumwolle: "Baumwolle lässt einfach mehr Strukturen zu", erklärt Weber zur offiziellen "Einweihung" seiner Kunstwerke an ihrem neuen Platz.

Auf die Idee der Faltung kam Peter Weber dabei eher aus Zufall, denn eigentlich kommt er von der Malerei: "In einem Tutorenjob sollte ich mit Studenten zusammen eine Eintrittskarte entwerfen. Da habe ich dann die Aufgaben verteilt und letztlich blieben die Faltungen für mich übrig", berichtet Weber. Nach seinen ersten Versuchen war er sofort von Falttechniken begeistert und machte auch bald eine Entdeckung: "In meinem ersten Zyklus habe ich einfach darauflosgefaltet - dabei viel mir auf, dass die Rückseite etwas ganz anderes zeigt als die Vorderseite." Also erarbeitete er sich Techniken, mit denen er sowohl Vorder- als auch Rückseite seiner Werke zeigen konnte. Und nicht selten ist die Rückseite das Spannende. Chaotische Strukturen, die scheinbar im Widerspruch zu den geordneten Linien der Vorderseite stehen. "Chaos und Ordnung gehören einfach zusammen", meint Weber. Alle Werke bestehen dabei nur aus einem einzigen Stück Stoff.

Zu Faber&Schnepp kamen die Werke über die Galerie von Dietgard Wosimsky in Gießen. Neben den Baumwollfaltungen im Erdgeschoss ziert mit einer Stahlfaltung im Obergeschoss auch ein zweites Werk von Peter Weber das Foyer. con/Foto: con

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