Soll hier ein Kreisel entstehen oder eine andere Querung für Radfahrer installiert werden? Im Zuge des Radwegebaus von Lang-Göns nach Niederkleen spielt die Kreuzung mit der Landesstraße 3129 eine wichtige Rolle. FOTO: CON
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Soll hier ein Kreisel entstehen oder eine andere Querung für Radfahrer installiert werden? Im Zuge des Radwegebaus von Lang-Göns nach Niederkleen spielt die Kreuzung mit der Landesstraße 3129 eine wichtige Rolle. FOTO: CON

Knackpunkt Kreuzung

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns(con). Schon viele Jahre wird in Langgöns über einen Radweg zwischen Niederkleen und Lang-Göns diskutiert - jetzt nimmt das Projekt langsam Fahrt auf. Dieser Tage stand das Thema im Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss der Gemeinde zur Diskussion.

Mittlerweile wurden vom zuständigen Planungsbüro HS Ingenieure aus Linden zwei Entwürfe erstellt und im Ausschuss von Daniel Seipp vorgestellt: Der Radweg soll entlang der L 3133 von Niederkleen bis Lang-Göns führen und die L 3129 kreuzen. Das haben beide Entwürfe gemeinsam. Auf welcher Seite der Straße der Weg geführt werden soll, das ist noch offen.

Autos mit hohem Tempo unterwegs

Dabei gebe es deutlich mehr Vorteile, wenn sich der Radweg auf der nördlichen Seite der Straße befinden würde. So könnte man eine Gefahrenstelle bei der Einmündung zum Motocross-Platz des AMC Langgöns umgehen, die Streckenführung durch das FFH-Gebiet verkürzt und eine Anbindung des Gewerbegebiets "Lützelwiesen" ohne größere Schwierigkeiten verwirklicht werden. Letztlich überzeugte dieser Entwurf die Ausschussmitglieder. Sie stimmten mit sechs Ja-Stimmen und bei einer Enthaltung dem Vorschlag der Planer zu.

Ein Problem ist dennoch der Knotenpunkt in Niederkleen: Die Kreuzung mit der L 3129 sei ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial durch den schnell fahrenden Verkehr. Deshalb haben sich die Planer zwei Optionen überlegt: Eine Möglichkeit wäre, die Kreuzung zu einem Kreisverkehr umzubauen, der dann mit einer Querungshilfe für Radfahrer versehen werden könnte. Das könnte auch den motorisierten Verkehr auf der Landesstraße abbremsen. Doch über einen solchen Umbau kann nicht die Gemeinde entscheiden, er müsste mit Hessen Mobil abgestimmt werden.

"Ein Kreisverkehr wäre eine deutlich größere Maßnahme. Aber viele kennen diese Kreuzung seit vielen Jahren als Gefahrenstelle, diese könnte durch eine solche Maßnahme etwas entschärft werden", sagte Bürgermeister Reusch. Allerdings gibt es Bedenken aufgrund der Lärmbelästigung: Denn in Richtung Langgöns müssten Lastwagen, die häufig die Kreuzung passieren, immer bergauf beschleunigen. "Ich fürchte, ein Kreisverkehr würde zu einer gesteigerten Lärmbelästigung in der Butzbacher Straße führen", meinte Christoph Meywald (FWG), Ortsvorsteher in Niederkleen.

Eine zweite Option für den Knotenpunkt wäre eine klassische Querungshilfe für die Radler über die Landesstraße 3129. Diese könnte mit etwas Abstand zur Kreuzung angelegt werden, um die Gefahren zu minimieren.

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