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Geschäftsführer Martin Künkel (l.) beim Rundgang durch die Backstube mit Kirchenpräsident Volker Jung.

Kirchenpräsident besucht Bäckerei Künkel

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Langgöns (pm). Um sich ein Bild über das Bäckerhandwerk zu machen, besuchte nun der Kirchenpräsident Dr. Volker Jung gemeinsam mit Vertretern des evangelischen Dekanats Gießen den Familienbetrieb Künkel in Lang-Göns. Jung und Martin Künkel, der Geschäftsführer der Bäckerei, haben sich bei der "Tour der Hoffnung" kennengelernt. Sie radelten gemeinsam für den Kampf gegen den Krebs bei Kindern.

Die Bäckerei Künkel stellt monatlich Brote, Brötchen und Kuchen aus rund 100 Tonnen Mehl her und beliefert damit über dreißig Fachgeschäfte und Kaffeehäuser in Mittelhessen. Derzeit arbeiten etwa 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Backstube, Verwaltung, Logistik und Verkauf. Auch wenn mittlerweile viele Maschinen zum Einsatz kommen, lassen sich viele Arbeitsschritte dennoch nur per Hand ausführen, erklärte Künkel.

Jung, dessen Eltern eine Metzgerei und eine Gaststätte betrieben, sagte, dass für ihn Betriebsbesuche vor Ort besonders wichtig seien: "Dadurch bekomme ich einen guten Eindruck von den Herausforderungen, vor denen Unternehmen und Handwerksbetriebe heute stehen."

Eingewöhnungszeit für Azubi

Wie das Handwerk insgesamt, steht auch das Familienunternehmen Künkel vor der Herausforderung, Auszubildende und Mitarbeiter zu gewinnen. Geschäftsführer Künkel macht beispielsweise die Erfahrung, dass es vielen jungen Menschen heute schwer falle, acht Stunden auf den Beinen zu stehen. Deshalb arbeiteten Auszubildende in seinem Betrieb zum Eingewöhnen in der ersten Zeit nur vier Stunden am Tag.

Da die Arbeitszeiten im Bäckerhandwerk für junge Menschen wenig attraktiv sind, werde derzeit über Konzepte nachgedacht, wie Nachtschichten reduziert und Tagschichten ausgebaut werden könnten. Am wichtigsten sei aber, nicht darauf zu warten, dass sich die Jugendlichen melden. Im Gegenteil: "Heute müssen wir uns bei den Jugendlichen bewerben und sie für das Bäckerhandwerk begeistern", sagte Künkel weiter.

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