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In der Kerngemeinde Lang-Göns soll der Spielplatz Goethestraße/Adalbert-Stifter-Straße umgestaltet werden.

Kinderspielplatz wird umgestaltet

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Langgöns (se). Geht es nach dem Sozial-, Sport- und Kulturausschuss der Gemeinde Langgöns, wird der Kinderspielplatz in der Kerngemeinde an der Goethestraße, Ecke Adalbert-Stifter-Straße, umfassend neugestaltet. In der Sitzung am Montagabend unter dem Vorsitz von Ahmet Karadag (SPD) sprach sich der Ausschuss einstimmig dafür aus, die Umgestaltung so vorzunehmen, wie es Denizo Koc, Mitarbeiter der Bauverwaltung der Gemeinde, vorgestellt hatte.

Das Konzept sieht vor, dass der Spielplatz ein sogenanntes Multifunktionsspielgerät erhalten soll, unter anderem mit Klettergerüst und Rutsche. Außerdem soll der Spielplatz mit einem in den Boden eingelassenen Trampolin, einem Balancierbalken sowie einer U3-Rutsche ausgestattet werden.

Wie Ortsvorsteherin Astrid Müller (FW) erklärte, habe nicht nur der Ortsbeirat an der Ausarbeitung des vorgelegten Gestaltungskonzepts mitgewirkt, sondern auch zahlreiche betroffene Eltern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 66 800 Euro, berichtete Koc. Dabei schlägt die Neuanschaffung der Geräte mit 34 700 Euro zu Buche, der Rest wird für die Umbaumaßnahmen verwandt.

Zuvor hatte Teamleiterin Ingrid Macht die Jugendförderung im Landkreis Gießen vorgestellt, durch die "gute Perspektiven für junge Menschen geschaffen" werden sollen, gerade in den Kommunen. Und dabei möchte die Jugendförderung den Gemeinden Hilfestellung leisten. "Wir beraten und unterstützen die Jugendbeauftragten und kommunalpolitischen Mandatsträger in Fragen der Jugendpolitik", heißt es in einer Broschüre des Landkreises.

Jugendgerechte Politik

Ingrid Macht sagte, dass eine "gestaltete kommunale Jugendpolitik ein Schlüsselfaktor für die Zukunft ihrer Gemeinde" sei. "Jugend als eine eigenständige Lebensphase bedarf einer besonderen Betrachtung." Sie forderte "Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft". Die Kommunen können Kooperationspartner der Initiative "Jugendgerechte Städte und Gemeinden und jugendgerechter Landkreis" werden und sich dafür bewerben. Dafür notwendig seien eine "Skizzierung realistischer Ziele, Schritte und Zeitspannen", die Einbindung junger Menschen bei deren Umsetzung sowie die Unterstützung durch Gremien der Gemeinde.

Eine verbindliche und näher definierte Zusammenarbeit mit dem Landkreis sowie die Benennung eines ehrenamtlichen Jugendbeauftragten aus den Reihen der Gemeindevertretung sowie eine "überparteiliche Vertretung der Anliegen junger Menschen" seien Voraussetzung. Ziel ist es, das demokratische und tolerante Miteinander zu stärken, dafür Sorge zu tragen, dass junge Menschen in der Demokratie "ernst genommen und wertgeschätzt" werden, eine jugendgerechte Gesellschaft und Politik zu verankern, Strukturen zur Selbstorganisation zu fördern sowie junge Menschen in alle sie betreffenden Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

Außerdem stellte Michael Sauerwein, Migrationsbeauftragter der Gemeinde Langgöns, seinen Tätigkeitsbericht vor. Darin teilte er mit, dass die "Flüchtlingsbelange den Tätigkeitschwerpunkt" darstellen. Zurzeit gibt es nur noch eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in der Schillerstraße, in der neun Flüchtlinge wohnen. Die Gemeinschaftsunterkunft Lochermühlweg wird derzeit von der Grundschule genutzt, während weitere Räumlichkeiten in der Schillerstraße und in der Obergasse an Flüchtlinge privat vermietet werden.

In der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe sind rund 20 Personen aktiv, heißt es in dem Bericht weiter. Dabei stehe die Vermittlung der deutschen Sprache im Vordergrund. Außerdem werden Hilfen in persönlichen Lebenslagen angeboten. Flüchtlinge in Privatwohnungen werden, so Sauerwein, in Langgöns nicht quantitativ erfasst. Als Anhaltspunkt könnte die Zahl der entsprechenden Sozialhilfeempfänger dienen, und die beläuft sich auf rund 200 Personen.

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