Kindergartenbeirat verkleinern?

  • vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns(pad). In Langgöns existiert ein Kindergartenbeirat. Diesem gehören acht Vertreter der Eltern, der Bürgermeister sowie sieben Vertreter der Verwaltung und der Kindergartenleitung an. Martha Król hat nun in der Verwaltung die Leitung der Kindergärten übernommen, ist bislang jedoch kein Mitglied des Gremiums. Um ihr Stimmrecht zu geben, sollte die Satzung geändert werden.

Markus Beppler (Freie Wähler) sah darin eine Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse zugunsten der Verwaltung. Er sprach sich für eine Verkleinerung des Kindergartenbeirats aus. Jürgen Knorz (CDU) sagte: "In dem Gremium kommt es nicht zu großen Kampfabstimmungen." Bürgermeister Marius Reusch empfahl, dass der Beirat zunächst über eine mögliche Verkleinerung diskutieren solle, bevor das Parlament entscheide. Hans Dern (Grüne) stellte den Antrag, eine Entscheidung bis zur Beratung des Beirats zu vertagen, so lange auch die Satzungsänderung zu verschieben. Diesem wurde einstimmig gefolgt.

CDU/FDP und Grünen schlugen mit einem Antrag die Prüfung vor, ob ein Gemeindeschwesterprojekt in Langgöns umgesetzt werden kann. Berichte aus Muschenheim über solch ein Projekt hätten gezeigt, dass damit hilfebedürftige Menschen in ihrer selbstständigen Lebensführung unterstützt werden könnten.

Die Abonnentenzahl des Mitteilungsblattes ist in den letzten Jahren zurückgegangen: Hatten es 2008 mit 1975 Haushalten noch 42,31 Prozent im Zeitungsrohr liegen, waren es 2020 nur noch 1532 Haushalte, was 31,76 Prozent der Haushalte entspricht. Dies sei ein bedenklich niedriger Wert, sagte Reusch.

Zum Vorschlag der CDU, FDP und Grünen, das Blättchen an alle Haushalte kostenlos zu verteilen, sagte Bürgermeister Reusch, dass der Verlag dafür pro Jahr Kosten von 50 000 Euro geltend machen würde. Zudem drohe das Mitteilungsblatt in der Flut kostenloser Zeitungen unterzugehen. Über das weitere Vorgehen soll weiter beraten werden.

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