Kinder, Ehrenamt und Arbeitsplatz

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns(con). Nach welchen Kriterien sollten Bauplätze in der Gemeinde vergeben werden? Diese Frage beschäftigte am Montag den Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Langgöns. Von Seiten des Magistrats wurde mittlerweile eine Diskussionsgrundlage erstellt, die nach bestimmten Faktoren - beispielsweise dem Vorhandensein von kleinen Kindern im Haushalt, ehrenamtlicher Tätigkeit oder dem Arbeitsplatz - Punkte vergibt, die die Priorität der Vergabe festlegen. Doch dass es dabei noch einiges an Diskussionsbedarf gibt, wurde während der Sitzung mehr als deutlich: Sowohl die einzelnen Kriterien, als auch ihre Gewichtung sind noch nicht ausgiebig erläutert. Etwa, ob alle Kinder gleichermaßen berücksichtigt werden sollten, oder man eine Abstufung der Wertung nach Kindesalter vornimmt, sodass dann beispielsweise Kleinkinder stärker in die Wertung eingehen würden als junge Erwachsene, die noch zu Hause leben. Nun sollen die Kriterien noch einmal in den Fraktionen besprochen werden. Der Bürgermeister hofft jedoch darauf, dass bis zum Verkauf der derzeitig geplanten Bauplätze die Kriterien soweit aufgestellt sind.

Die Haushaltssatzung ist derzeit geordnet, und es werden zahlreiche Bauprojekte vorangetrieben. Der Teilumbau der Kita in Dornholzhausen ist zu großen Teilen abgeschlossen, es stehen aber noch Arbeiten im Innenraum und die Umgestaltung des Außengeländes an.

Waldpädagogische Fachkraft gefunden

Außerdem läuft die Anschaffung von drei Fahrzeugen für verschiedene Ortsteile der Gemeinde. Dazu wurde auch ein Antrag der SPD thematisiert, konjunkturstützende Maßnahmen auszuarbeiten, um das heimische Gewerbe zu unterstützen - der Antrag wird Thema bei der Sitzung der Gemeindevertreter sein.

Schon vor einiger Zeit wurde beschlossen, einen Waldtag in den gemeindeeigenen Kitas einzurichten, doch bislang fehlte noch eine waldpädagogische Fachkraft. Hierzu hat sich jetzt spontan eine Bewerberin gefunden, die nach Abschluss ihrer Ausbildung im September der Gemeinde mit einer Viertelstelle zur Verfügung steht. "Es liefen schon Gespräche, wie wir das trotz Corona finanzieren können, aber mit einer Viertelstelle ist das kein Problem mehr", berichtete Bürgermeister Marius Reusch. Das Projekt des Waldtages stehe dabei nicht in Konflikt mit einem potenziellen Waldkindergarten.

Daneben standen auch Beratungen zur Friedhofsordnung und zur zugehörigen Gebührensatzung an: Vor allem die neuen Bestattungsformen wurden hier aufgenommen. Und Corona hat auch auf die Geschäftsordnung der Gemeindegremien Auswirkungen: Denn die mittlerweile stattgefundenen Telefon- und Videokonferenzen waren bislang noch nicht in den Geschäftsordnungen und der Entschädigungssatzung aufgenommen. Hierzu fiel am Montag die einstimmige Beschlussempfehlung des Haupt- und Finanzausschusses.

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