Um die Bebauung des Mischplatzes in Niederkleen ging es jetzt im Ortsbeirat. FOTO: CON
+
Um die Bebauung des Mischplatzes in Niederkleen ging es jetzt im Ortsbeirat. FOTO: CON

Keine Entscheidung über Bebauung des Mischplatzes

  • vonConstantin Hoppe
    schließen

Langgöns(con). Die geplante Bebauung des sogenannten Mischplatzes an der Butzbacher Straße in Niederkleen treibt die Niederkleener um. Das war nicht nur während der Ortsbegehung kürzlich anhand von Nachfragen deutlich zu spüren, auch in der Sitzung des Niederkleener Ortsbeirats nutzten viele Bürger die Möglichkeit, sich über die Planungen zu informieren und ihre Meinung zu den beiden vorgelegten Konzepten kundzutun. 30 Besucher - mehr waren aufgrund des Corona-Hygienekonzepts nicht erlaubt - besuchten die Sitzung und diskutierten hitzig mit.

Sowohl die Firma Hildebrand aus Butzbach als auch die Firma Bork aus Niederkleen haben ihr Interesse angemeldet, den Mischplatz zu bebauen. Der Vorschlag der Firma Hildebrand sieht dabei eine Bebauung mit seniorengerechten Wohnungen sowie ein Einfamilienhaus vor, die Firma Bork würde eine Art Boardinghaus errichten, in dem Mitarbeiter der Firma kurzzeitig unterkommen können. Beide sehen zudem ein kleines Gewerbe - etwa ein Café, das auch als Treffpunkt im Ort dienen kann - vor.

Ein Thema, das den Niederkleenern bei den Planungen besonders wichtig ist, ist die Zukunft des Baumbestandes an dem Platz. Dieser soll im Konzept der Firma Hildebrand erhalten bleiben, im ersten Konzept der Firma Bork waren die Bäume nicht vorhanden. "Die Bedeutung der Bäume dort war uns bei unserem ersten Konzept nicht klar", erklärte Steffen Bork. Deshalb will die Firma ihr Konzept dahingehend noch einmal überarbeiten. In der Ausschussitzung ging es vor allem um den Verbleib dieser Bäume.

Thematisiert wurde auch die befürchtete Zunahme des Verkehrs durch den Neubau. Hier vermuteten die meisten Anwesenden, dass zehn altersgerechte Wohnungen hier weniger Auswirkungen hätten, als ein Boardinghaus mit 17 Wohneinheiten. Doch genau hier widersprach Steffen Bork: "Wir haben diesen Standort ins Auge gefasst, damit unsere Mitarbeiter dorthin laufen können und nicht fahren müssen." Herauszufinden, wie sich der Verkehr vor Ort generell durch den Bau verändern würde und vielleicht besser geleitet werden kann, ist Aufgabe eines Verkehrskonzepts.

Kleebach wird ausgebaggert

Von Seiten des Ortsbeirats wurde schließlich der Beschluss gefasst, dass man noch keine klare Empfehlung für eines der beiden Konzepte machen kann. Stattdessen sollen beide Interessenten ihre Konzepte noch einmal überarbeiten und dabei besonders die Zukunft des Baumbestandes, die Situation der Stellplätze und Planungen für das Gewerbe beachten. Die überarbeiteten Konzepte sollten in einer der nächsten Sitzungen des Langgönser Bauausschusses vorgelegt werden.

Auch am Kleebach wird sich jetzt etwas tun, dort steht ein Bagger. Der erste Beigeordnete Hans Noorman teilte mit, "wir haben vom Amt für Boden- und Gewässerschutz die Erlaubnis erhalten, den Kleebach stärker auszubaggern und so die Durchflussmenge an Wasser zu erhöhen". Das soll zum Hochwasserschutz - insbesondere nach Starkregen - beitragen. Es werden auch Sträucher am Bachrand zurückgeschnitten oder ganz entfernt - allerdings geschieht alles nach strengen Vorgaben: "Bei den Sträuchern wird darauf geachtet, dass sich keine Vogelnester darin befinden, auch der Aushub wird erst ein paar Tage am Bachrand gelagert, um Kleintieren zu ermöglichen, wieder ins Wasser zu gelangen", erklärte Noormann.

Trotzdem forderte er die Bevölkerung auf, ein Auge auf die Arbeiten zu werfen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare