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Die Ausfahrt aus dem Neubaugebiet »Riebäcker« in Oberkleen. Das Abbiegen auf die Kreisstraße kann aufregend werden, wenn der Verkehr von und nach Oberkleen schnell unterwegs ist.

Kampf für Tempolimit

  • vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns (pad). Die Ausfahrt aus dem Neubaugebiet »Riebäcker« in Oberkleen auf die Kreisstraße 362 ist gerade für Fahranfänger eine Herausforderung. Derzeit schränkt hohes Gras die Sicht auf Fahrzeuge, die auf der Kreisstraße herankommen, deutlich ein. Und diese kommen schnell, da es an dieser Stelle kein Tempolimit gibt. Teils zu schnell.

Das Thema beschäftigt seit Jahren die Langgönser Kommunalpolitik. »Es ist immer wieder ein Ärgernis«, sagte Gerald Dörr (SPD). Seine Fraktion stellte nun einen Antrag, sich im Zuge des Endausbaus der »Riebäcker« erneut für ein Tempolimit einzusetzen. Der Landkreis solle demnach um seine Unterstützung gebeten werden.

Ab 2030 nur noch regenerativ

Bürgermeister Marius Reusch sagte, dass man diesen Antrag sehr gerne unterstütze: »Das ist ein gemeinsames Anliegen.« Immer wieder weise die Gemeinde in der Verkehrsschau darauf hin, dass man diese Kreuzung gerne anders geregelt hätte - bis jetzt jedoch ergebnislos. Man wolle sich aber weiterhin für eine Veränderung einsetzen.

Die SPD beantragte zudem die Gründung eines Umweltbeirats. Dr. Axel Wehrend sagte, dass er verstehen könne, wenn mancher jetzt denke, noch ein Beirat: »Ich bin in elf Beiräten, acht davon braucht kein Mensch.« Jedoch gebe es viele Gemeinden, die seit einigen Jahren einen gut funktionierenden Umweltbeirat haben. Dies solle man für Langgöns auch ausprobieren.

Ziel sei es, Institutionen und Fachleute zusammenzubringen, darunter auch Angler, Landwirte und Jäger. »Es gibt Spezialisten, die nicht in Parteien sind, aber Fachkenntnisse haben«, sagte Wehrend. Diese wolle man für die Gemeinde erschließen.

Dr. Michael Buss (Grüne) begrüßte die Idee, dass Landwirte und Naturschützer an einem Tisch sitzen, diskutieren und Lösungen finden wollen. Langgöns habe eine gut arbeitende Feldwegekommission. Er schlug vor, den Vorschlag im Ältestenbeirat zu diskutieren. »Die Zahl der Gremien darf nicht überhand nehmen.«

Jürgen Knorz (CDU) sagte, dass man im Ältestenrat beraten könne, welche Gremien man benötige und ob eine Neuorganisation notwendig sei, da die Mitarbeit der Ehrenamtlichen auch begrenzt wäre. Die Idee der Gründung eines Umweltbeirats wird zwecks weiterer Beratung dem Umweltausschuss vorgelegt.

CDU und Grüne beantragten, dass Langgöns sukzessive die Wärmeerzeugung für ihre Gebäude auf regenerative Energien umstellen soll. Ab 2030 soll auf fossile Energieträger gänzlich verzichtet werden.

Annette Mulitze (Grüne) sagte, dass die in der Auflistung möglicher Energiequellen genannten Holzpelletts »ein Auslaufmodell« seien. Die Technologie sei nur nachhaltig, wenn nur Holz aus der Region verfeuert werde. »Wenn da schon Büsche aus Afrika hergebracht werden, ist das eine Fehlentwicklung.«

Der Antrag wurde bei drei Enthaltungen angenommen.

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