pad_langgoens11_110521_4c
+
Die Hinweise des Geocaches sind gut versteckt.

Jona will nicht nach Gießen

  • VonPatrick Dehnhardt
    schließen

Langgöns/Linden/Pohlheim (pad). Es braucht ein wenig Spürsinn, um den versteckten Hinweis hinter dem Regenrohr zu finden. Doch Geocacher sind diese Herausforderungen gewohnt - und so macht der »Biblische Geocache« in Lang-Göns seinem Namen alle Ehre.

In Pandemiezeiten sind viele Feste nicht wie gewohnt möglich. Für das Himmelfahrtswochenende haben die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden von Langgöns, Linden und Pohlheim Wege gesucht, um dennoch ökumenische Aktionen stattfinden zu lassen.

Eine davon ist der »Biblische Geocache«. Ihn gibt es gleich zweimal: Eine Fahrradtour startet am Heimatmuseum in Leihgestern, die Tour zu Fuß beginnt an der evangelischen Kirche in Lang-Göns. Dort findet sich im Schaufenster am Eingang der Kirche der erste Hinweis.

Schnitzeljagd

Ein Geocache ist eine moderne Art der Schnitzeljagd. Dabei folgt man jedoch nicht Kreidezeichen auf dem Boden, sondern gibt Koordinaten in das Smartphone ein. Um die Koordinaten des nächsten Hinweises herauszufinden, muss man in der Regel Aufgaben lösen oder Fragen beantworten.

Das ist auch beim biblischen Geocache so. Die Einstiegsfrage, ob der Geocache im Rahmen eines »a) ökologischen, b) ökonomischen, c) ökumenischen oder d) ökosophischen Kirchentages« stattfindet, dürfte sich leicht beantworten lassen. Gibt man die Koordinaten hinter der richtigen Antwort in Google Maps auf dem Smartphone ein (die Zahlen und Buchstaben einfach in das Suchfeld abtippen), findet man die Koordinaten des nächsten Hinweises. Leser der Gießener Allgemeinen wissen jetzt bereits, dass sie dort nach einem Regenrohr Ausschau halten sollten. Mehr zu den Verstecken der weiteren Hinweise soll hier aber nicht verraten werden.

Der Hinweis ist zugleich Einstieg in eine Geschichte. Der 15-jährige Holzheimer Jona will mit seinen Eltern auf Kreuzfahrt gehen. In der Nacht vor Reiseantritt hat er jedoch einen Traum. In diesem spricht Gott zu ihm und fordert ihn auf, am nächsten Tag auf eine Klimademonstration nach Gießen zu gehen, um dort gegen ein geplantes Industriegebiet zu demonstrieren. »Sag der Bürgermeisterin, dass sie diesen Vertrag nicht unterschreiben soll, sonst droht Schlimmes«, ruft Gott ihm zu. Doch Jona hat keine Lust, nach Gießen zu gehen, »da war ich schon so oft und ich mag die Stadt sowieso nicht. Frag jemand anderen«.

Als Jona aufwacht, hält er dies alles nur für einen seltsamen Traum und tritt die Reise dennoch an. Wie die Geschichte weitergeht, lässt sich an den verschiedenen Stationen des Geocaches herausfinden. Auf digitale Schnitzeljagd kann man von Himmelfahrt bis einschließlich Sonntag, 16. Mai, gehen.

Die Strecken vorbereitet haben Gemeindemitglieder und Hauptamtliche der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Langgöns, Linden und Pohlheim sowie die Pfadfinder St. Georg und Mitglieder des Bundes der katholischen Jugend. Wer Fragen hat oder kein Smartphone mit GPS besitzt und dennoch am Geocaching teilnehmen möchte, kann sich via E-Mail an biblisches_geocaching_am_limes@gmx.de wenden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare