Der Kleebach fließt aktuell wieder ruhig in seinem Bett - kaum zu glauben, dass ein Wehr von dieser Größe nötig ist. FOTO: CON
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Der Kleebach fließt aktuell wieder ruhig in seinem Bett - kaum zu glauben, dass ein Wehr von dieser Größe nötig ist. FOTO: CON

Hochwasserschutz interessiert

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns(con). Wohl kein anderes Thema beschäftigt die Bevölkerung in Niederkleen so sehr wie der Hochwasserschutz - da verwundert es auch nicht, dass der Ortsrundgang mit Bürgermeister Marius Reusch dieser Tage seinen Weg zum Stauwehr am Kleebach fand.

Schaut man sich den Kleebach derzeit an, kann man sich kaum vorstellen, dass dieser einen gewichtigen Anteil am Hochwasser nach Starkregen im Juni hatte. Auch das Wehr am Ortsrand von Niederkleen in Richtung Oberkleen wirkt geradezu überdimensioniert. "Die Frage ist, warum eine so aufwendige Anlage nicht die Wirkung hat, die sie soll", sagte Bürgermeister Reusch vor Ort.

Die Antwort darauf ist einfach: Das Wehr ist nicht für Starkregenereignisse konzipiert, sondern für klassische Hochwasserereignisse mit langsam ansteigendem Pegelstand. "Aber klar ist auch: Es darf nicht mehr vorkommen, dass der Ortskern unter Wasser steht", meinte Reusch. Deshalb verhandelt man derzeit, dass die Gemeinde bei entsprechenden Ereignissen und unter fachkundiger Anleitung die Durchflussmenge durch das Wehr regulieren kann.

Diskussionen um Neubaugebiete

Erreichen konnte man schon, dass der Kleebach in Zukunft stärker freigeräumt werden darf: Denn die Durchflussmenge des Bachs durch Niederkleen spielte bei dem Hochwasserereignis im Juni eine gewichtige Rolle. Durch das Freiräumen des Bachbetts könnte hier eine Entschärfung der Situation erreicht werden.

Ein weiterer Punkt bei der Ortsbegehung war die künftige Bebauung des Mischplatzes an der Butzbacher Straße. Wie berichtet, gibt es zwei Interessenten an dem Platz - obwohl es sich hier nicht um einen klassischen Bauplatz handelt. In der Niederkleener Bevölkerung werden die Planungen auf jeden Fall heiß diskutiert, was am Interesse der Teilnehmer zu erkennen war.

Daneben konnte auch ein kleines Gewerbegebiet an der Butzbacher Straße und entlang der L 3129 verwirklicht werden - hier gibt es bereits Gespräche mit einigen Interessenten.

Es gibt Überlegungen, das Gebiet noch etwas auszuweiten, denn die Erschließung soll über einen aktuell vorhandenen Feldweg erfolgen, der so beidseitig genutzt werden könnte. Und auch im Neubaugebiet Läusköppel steht eine Veränderung an: Noch in diesem Jahr soll der Endausbau der Straße erfolgen - diese soll als verkehrsberuhigter Bereich angelegt werden.

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