Per Video bringen die Sternsinger dieses Jahr ihren Segen. FOTO: PM
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Per Video bringen die Sternsinger dieses Jahr ihren Segen. FOTO: PM

Haussegen kommt 2021 virtuell

  • vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns/Linden/Pohlheim(pad). "Gott kam zur Welt auf überraschenden Wegen, auf neuen Wegen bringen auch wir euch den Segen" - diese Verszeile aus dem Video der Sternsinger beschreibt die Situation passend. Da die Sternsinger in Langgöns, Linden und Pohlheim sich als Segens- und nicht als "Virusboten" verstehen, kann es in diesem Winter keine Besuche an der Haustür geben. Dafür sind sie virtuell unterwegs.

Die ökumenische Aktion hat in Langgöns, Linden und Pohlheim eine jahrelange Tradition. Diese wird im Januar 2021 fortgeschrieben, wenn auch pandemiebedingt auf ungewöhnlichen Wegen. Der Segen für die Haustür liegt dieser Tage covid-19-konform im Briefkasten. "Wir verteilen Handzettel und Segensaufkleber an die Menschen in Pohlheim, die entweder im letzten Jahr zur Aktion angemeldet waren oder sich aber in diesem Jahr an uns wenden", sagt Pastoralreferentin Kerstin Rehberg-Schroth.

Auf den Gesang der Sternsinger muss man trotzdem nicht verzichten. Die Kinder und Jugendlichen haben einzeln, im Familienkreis oder mit der erlaubten Kontaktperson das Lied, das Gedicht und die Segenswünsche aufgenommen. Daraus wurde ein Video zusammengeschnitten, welches über die Internetseite der Kirchengemeinden (z. B. unter https://bistummainz.de/pfarreienverbund/am-limes/index.html) aufgerufen werden kann.

"In diesem Jahr könnt ihr unseren Stern nicht sehen, denn wir dürfen nicht durch die Straßen gehen", sagen darin zwei Sternsingerinnen im Chor. "Und doch haben wir die Botschaft vernommen, Gott wird zu den Menschen kommen."

Ein Sternsinger fügt hinzu: "Kam damals zur Welt als kleines Kind, lag im Stroh und Nacht und Wind. Hat maskenlos uns angelacht und jedem Menschen Licht gebracht." Solche Momente sorgen nicht nur für Lichtblicke, sondern lösen auch ein Schmunzeln aus. Der abschließende Segen "Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr, Caspar, Melchior und Balthasar" dürfte in diesem Jahr besonders willkommen und notwendig sein.

Beim Sternsingen geht es jedoch um mehr, als "nur" den Menschen in Linden, Langgöns und Pohlheim eine Freude zu machen. Es wird für Kinder in aller Welt gesammelt, die Not leiden. Dieses Jahr dient der Aktion die Ukraine als Beispielland.

Spenden sind kontaktlos als Überweisung mit dem Stichwort "Sternsinger" an die Kirchengemeinde St. Martin, (IBAN DE89 5139 0000 0060 0147 01) möglich. Weitere Informationen bei Pastoralreferentin Kerstin Rehberg-Schroth unter 01 76/12 53 91 23 oder kerstin.rehberg-schroth@ bistum-mainz.de.

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