Die Gemeinde Langgöns - hier der Kernort - startet mit einem beschlossenen Haushalt in das Jahr 2021. LUFTBILD: HENSS
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Die Gemeinde Langgöns - hier der Kernort - startet mit einem beschlossenen Haushalt in das Jahr 2021. LUFTBILD: HENSS

Haushalt einstimmig beschlossen

  • vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns(pad). Die Langgönser Gemeindevertretung hat in ihrer Sitzung am Donnerstagabend den Haushaltsplan 2021 einstimmig verabschiedet. Während die Koalition aus CDU, FDP und den abwesenden Grünen das Zahlenwerk sehr positiv sah, gab es aus Reihen der Opposition zwar Kritik. Jedoch wolle man in Zeiten von Covid-19 ein Zeichen der Entschlossenheit senden und stimmte dennoch zu.

Im Ergebnishaushalt stehen beim ordentlichen Ergebnis den Einnahmen von 23,69 Millionen Euro Aufwendungen von 24,12 Millionen Euro gegenüber - ein Minus von 438 000 Euro. Nach Berücksichtigung des außerordentlichen Ergebnisses steht ein Jahresüberschuss von 261 000 Euro unterm Strich. Beim Finanzhaushalt wird ein Minus von 72 000 Euro erwartet.

Jürgen Knorz (CDU) sagte, dass es aufgrund der krisenbedingten Unwägbarkeiten schwer war, für das Jahr 2021 zu planen. Unter diesen Bedingungen sei ein guter Haushaltsentwurf von der Verwaltung vorgelegt worden. Erstmals seit Jahren zeige der Ergebnishaushalt ein negatives Ergebnis, "wir können und müssen uns das leisten". Mit den Investitionen werde die regionale Wirtschaft unterstützt. "Wir sind der regionalen Wirtschaft in einer schwierigen Zeit ein verlässlicher Partner", sagte Knorz.

4,3 Millionen Euro für Kita-Personal

Aufgrund des guten Wirtschaftens in der Vergangenheit müsse man 2021 nicht an der Steuerschraube drehen. Zudem würden die Grundstücksverkäufe im Baugebiet Espa für Einnahmen sorgen.

Dass man allein 4,3 Millionen Euro Personalkosten für die Kindertagesstätten einkalkulieren muss, sei zwar ein Rekordwert, jedoch dem Willen geschuldet, das Gute-Kita-Gesetz früher als andere Kommunen umzusetzen, sagte Knorz.

Die Einstellung der Klimaschutzmanagerin zeige positive Ergebnisse, etwa die Umstellung des Bauhofs auf eine Holzhackschnitzelheizung.

Anja Asmussen (SPD) sah in dem Haushaltsplan den Bedarf der Kindertagesstätten, des Rathauses und des Bauhofs gewürdigt. Für die beiden in den Ausschüssen noch weiter zu beratenden SPD-Anträge - Anerkennungsprämie für Feuerwehrleute sowie einem Runden Tisch mit den Sport- und Kulturvereinen in der Gemeinde - wurden jeweils 10 000 Euro einkalkuliert. Die Sanierungs- und Anbaupläne für das Feuerwehrhaus Dornholzhausen trage die SPD mit.

Jedoch sah die Fraktionsvorsitzende den Zustand der Gemeindestraßen in Lang-Göns zu wenig gewürdigt. Der Anschluss des Branntweinwegs bei Espa an die Landesstraße sei zwar gut, ein Feldweg jedoch noch immer keine richtige Straße. Bei den Plänen für die Einrichtung eines Naturkindergartens im Paul-Schneider-Freizeitheim werde "etwas durchgedrückt". Zudem vermisse sie Pläne für Neubaugebiete in Cleeberg und Lang-Göns. Insgesamt hätten die "Ausgaben hätten mehr an die Einnahmenseite angepasst werden" müssen.

Asmussen kündigte an, dass man 2021 die Umsetzung des Haushaltsentwurfs engmaschig kontrollieren, die SPD zudem im Sommer einen Nachtragshaushalt beantragen werde. Die Fraktionsvorsitzende sah das Zahlenwerk vor allen Dingen durch eine Partei beeinflusst: "Das Strickmuster des Haushalts lässt zu, dass der grüne Schwanz mit dem schwarzen Hund wedelt."

Aus den Reihen der Grünen gab es dazu keine Reaktion - diese waren der Gemeindevertretersitzung mit Verweis auf die Pandemielage ferngeblieben. Letztlich wurden sowohl der Ergebnis- als auch der Finanzhaushalt sowie der Stellen- und der Investitionsplan einstimmig verabschiedet. Vorsitzender Martin Hanika dankte dafür allen Abgeordneten: "Sie beweisen in einer schwierigen Zeit unter schwierigen Bedingungen ein großes Verantwortungsbewusstsein."

Gute Nachrichten hatte es bereits zuvor für die Dornholzhäuser Vereine gegeben: Die Gemeinde stimmte zu, den Anbau an das Vereinsheim des TV Dornholzhausen mit 20 000 Euro zu unterstützen. Geplant sind der Bau einer überdachten Terrasse sowie von Lagermöglichkeiten, die alle Ortsvereine nutzen können.

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