Glasfaser doch noch komplett in Langgöns?

  • vonStefan Schaal
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Langgöns(srs). Gibt es doch noch Chancen, dass alle Langgönser Ortsteile flächendeckend an das Hochgeschwindigkeitsinternet angeschlossen werden? Während Glasfaseranschlüsse ab Herbst nur in Cleeberg, Espa, Dornholzhausen, Niederkleen und Oberkleen gelegt werden, im Kernort aber zu wenig Bürger Interesse angemeldet haben, regt die SPD-Fraktion nun im Gemeindeparlament eine erneute Befragung in Lang-Göns an.

Der Gemeindevorstand solle noch mal Gespräche mit der Deutschen Glasfaser Wholesale GmbH aufnehmen, fordert die SPD-Fraktion. In der Bevölkerung habe sich in den vergangenen Wochen der Corona-Krise die Überzeugung verstärkt, dass Hochgeschwindigkeitsinternet entscheidend dazu beitrage, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen am Laufen zu halten - als Voraussetzung für funktionierendes Homeoffice, Schularbeiten und Online-Angebote von Handel und Gastronomie. "Auch wichtige soziale Kontakte und sonstige Verbindungen nach außen benötigen in diesen Tagen häufig eine gute Internet-anbindung."

Bürgermeister Marius Reusch (CDU) erklärte auf Nachfrage dieser Zeitung, er teile das Ziel des SPD-Antrags. Dass nach derzeitigem Stand in sämtlichen Ortsteilen außer im Kernort Hochgeschwindigkeitsinternet eingeführt werden soll, sei "unglücklich". Ob es zu einer erneuten Nachfragebündelung kommen kann, sei aber offen.

Bürger in Lang-Göns könnten weiterhin Interesse anmelden, betont Reusch. Bisher haben dies weit weniger als 40 Prozent der Bewohner im Kernort getan. Aus diesem Grund soll nur im Südosten von Lang-Göns Glasfaser verlegt werden, der Ausbau wäre dort aufgrund der Gewerbegebiete Perchstetten und Jammersberg rentabel.

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