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Die Grünen mahnen die Sanierung der Ortsdurchfahrt Lang-Göns an.

Für attraktives Wohnen im Ortskern

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Langgöns (pm). In einer öffentlichen Videokonferenz haben die Langgönser Grünen ihr Programm zur Kommunalwahl vorgestellt. Auch der aktuelle Plan der Gemeinde, im Paul-Schneider-Heim bei Dornholzhausen einen »Waldnahkindergarten« einzurichten, wurde diskutiert. Isabell Dern, Spitzenkandidatin der Grünen für das Gemeindeparlament, stellte dazu fest:

»Von Anfang an waren wir von der Idee begeistert, einen Kindergarten direkt am Waldrand zu schaffen.« Gleichzeitig könne die Gemeinde damit helfen, das Freizeitheim der evangelischen Kirche zu erhalten.

Kontra Leerstand und Baulücken

An allen Kitas der Gemeinde wollen die Grünen die Öffnungszeiten flexibel erweitern. Anstelle von Halbtags- oder Ganztagsplätzen solle es möglich werden, zum Beispiel auch nur zwei oder drei Nachmittage zu buchen. Man strebe gebührenfreie Kitas an, wolle entsprechende Finanzierungsspielräume schaffen.

Zum weiteren Wahlprogramm erklärte Eheline Steffens mit Blick auf Natur- und Umweltschutz, dass man die Hochwassersituation weiter entschärfen wolle. Dazu gehöre, wie bereits 2020 geschehen, die Förderung privater Investitionsmaßnahmen. Die Kapazitätsberechnungen der vorhandenen Regenrückhaltebecken seien zu überprüfen.

Dr. Michael Buss, Fraktionsvorsitzender im Gemeindeparlament, erläuterte, man wolle den Langgönser Wald so aufforsten, dass dieser dem Klimawandel gewachsen ist. Insgesamt solle der Wald ressourcenschonend bewirtschaftet werden. Gewinnerzielung aus dem Gemeindewald sei nicht das Ziel. Die ökologische Landwirtschaft müsse unterstützt, die Anlage von Blühflächen intensiviert und die Anlage von »Schottergärten« soweit wie möglich verhindert werden.

Den Flächenverbrauch möchten die Grünen auf ein absolutes Minimum reduzieren. »Wir wollen Leerstand, Brachland und Baulücken aktivieren und - nur wenn das nicht ausreicht - neue Baumöglichkeiten schaffen«, erläuterte Erster Beigeordneter Hans Noormann. Dabei sei oberstes Ziel, Grundstücke nur dann auszuweisen, wenn sie zu 100 Prozent im Besitz der Gemeinde sind. Die Bauplatzvergabe werde nach den bereits verabschiedeten sozialen Kriterien erfolgen. Neue Gewerbegebiete im Ortsteil Lang-Göns sollten künftig nur noch jenseits der A 485 entstehen, in weitem Abstand von den Wohngebieten. Überhaupt sollten neue Gewerbegebiete sich grundsätzlich am Erweiterungsbedarf ortsansässiger Betriebe orientieren.

Langgöns brauche einen besseren Öffentlichen Verkehr und ein Verkehrs- und Entwicklungskonzept, um Wohnen in den Ortskernen attraktiver zu gestalten. »Hierbei wird uns das Nahmobilitätskonzept helfen, das im Augenblick erarbeitet wird, und den Fuß- und Radverkehr in Langgöns bequemer und sicherer machen soll«, ergänzte Buss.

Die Gemeinde müsse beim Land für die dringend erforderliche Sanierung der Ortsdurchfahrt Lang-Göns kämpfen. In diesem Zuge müssten Obergasse, Moorgasse, Mühlberg und Holzheimer Straße eine verkehrsberuhigte und barrierefreie Gestaltung erhalten. Schnell umgesetzt werden könne der Bau des Radweges von Lang-Göns nach Niederkleen einschließlich Kreisel am Ortseingang von Niederkleen bei der Alten Turnhalle.

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