Forderung nach Spielplatzkonzept ist überholt

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns(con). Der Spielplatz am Biengartenweg in Cleeberg soll bald öffentlich werden - das war eines der Themen in der Sitzung des Sozial-, Sport- und Kulturausschuss am Montag. Der früher für die Kita in Cleeberg vorgesehene Spielplatz wird nach deren Renovierung nicht mehr von der Einrichtung benötigt.

Doch zunächst muss eine Entscheidung fallen, wie es weitergehen soll. "Wir haben uns vorgenommen, jedes Jahr einen der Spielplätze in der Gemeinde zu überarbeiten", erläuterte Bürgermeister Marius Reusch. "Die Mittel dafür werden in den Haushalt eingestellt. Jetzt ist die Frage, welchen Spielplatz wir 2021 angehen." Eine Beschlussempfehlung gab es dazu am Montag nicht - die Frage nach einem geforderten Konzept sorgte für Verwunderung bei der Cleeberger Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser: "In der Vorlage steht, dass ein Konzept gemeinsam mit dem Ortsbeirat und den Bürgern erstellt werden soll - das hat der Ortsbeirat aber schon längst erledigt."

Sie präsentierte ein entsprechendes Konzept, das sowohl den Ausschussmitgliedern als auch dem Bürgermeister unbekannt war. Der Ortsbeirat hatte es im Dezember 2018 an die Gemeindeverwaltung gesandt. Dort geriet es dann kurz nach der Bürgermeisterwahl wohl aus dem Blick. Der Ausschuss wird sich nun mit diesem Konzept beschäftigen.

Nächster Punkt: die Friedhofsordnung. "Viele Bürger wünschen sich, dass das Grabfeld parkähnlicher angelegt wird", erläuterte der Bürgermeister. Zudem sollen alternative Bestattungsformen möglich sein. Der Friedhof Lang-Göns biete viel ungenutzten Raum, auf dem man verschiedene Optionen umsetzen könne. Angebote und Vorschläge sollen in einer der nächsten Sitzungen vorgestellt werden.

Sicherheitsinitiative

Bei fünf Jastimmen und einer Enthaltung empfiehlt der Ausschuss den nächsten Schritt zur Teilnahme an der KOMPASS-Sicherheitsinitiative. Hierzu hat bereits im Juni ein erstes Treffen der Gemeinde mit Vertretern der Polizei stattgefunden - nun könnte der offizielle Start der Zusammenarbeit erfolgen, bei der auch mittels sogenannter Sicherheitskonferenzen die Bürger beteiligt werden sollen. Ziel ist es, verschiedenen Maßnahmen zu erarbeiten, mittels derer man das Sicherheitsgefühl der Bürger erhöhen kann.

"Natürlich steht dabei auch der Bahnhof in Lang-Göns auf dem Plan, aber es haben sich während Corona auch einige neue Schwerpunkte aufgetan", erläuterte Reusch. So beschäftige auch der Steinbruch in Oberkleen das Ordnungsamt; mittels der Initiative könnte ein Blick auf mögliche Maßnahmen gerichtet werden.

Ein Prüfantrag von CDU/FDP und Bündnis 90/Die Grünen erhielt die einstimmige Beschlussempfehlung: Geprüft werden soll, ob sich die Gemeinde für die Teilnahme am Projekt "Gemeindeschwester 2.0" bewerben soll. "Dabei kann auch geschaut werden, ob man im Rahmen dieses Programms Teile des Projekts ›Selbst.Ständig! Leben in Langgöns‹ fortführen kann", berichtete der Bürgermeister. Dieser Aspekt wird aber noch Diskussionen erfordern.

Eine Bewilligung würde mit einer dreijährigen Förderung für die Stelle einer Gemeindeschwester durch das Land Hessen einhergehen. Eine Weiterführung über diesen Zeitraum hinaus ist möglich.

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