Hoch konzentriert wird vor dem Lang-Gönser Bürgerhaus Schmuck angefertigt. FOTO: PAD
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Hoch konzentriert wird vor dem Lang-Gönser Bürgerhaus Schmuck angefertigt. FOTO: PAD

Ferienspiele im Aufwind

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns(pad). Auf den Bierzeltgarnituren vor dem Lang-Gönser Bürgerhaus wird fleißig gearbeitet. Gerade sind die Jungen und Mädchen dabei, DIY-Schmuck anzufertigen. Braucht es dafür ein besonderes Material, ist das ein besonderer Stil? Nein: hinter der Abkürzung verbirgt sich die englische Übersetzung von "mach es selbst" - "Do it yourself".

Seifenblasenkunst und Handy-Apps

Auf einem Wäscheständer trocknen in der Sonne bunte zusammengeknotete T-Shirts. Noch vor einer Stunde hatten die Ferienspielkinder diese in Eimer mit bunter Farbe getaucht. Das Batiken war bei den Langgönser Ferienspielen nie out gewesen - nun sind die Muster sogar bei der Modewelt wieder im Trend.

Jugendpflegerin Daniela Urban freut sich, dass bislang alles reibungslos verläuft. In diesem Jahr war es eine besondere Herausforderung, die Ferienspiele vorzubereiten - Stichwort Covid-19. Neben der normalen Planung für drei Wochen Ferienspiele musste ein Hygienekonzept entworfen werden. Dazu zählt unter anderem, dass die Gruppen nicht größer als zehn Kinder sein dürfen. Wenn ein Kurs besonders nachgefragt war, wurden die Gruppen geteilt, um die Maximalgröße nicht zu überschreiten. Morgens vor dem Start wird Fieber gemessen, Hände desinfizieren ist selbstverständlich. Zudem würden die Eltern von sich aus bereits ihr Kind zu Hause behalten, wenn es nur leichte Erkältungssymptome zeige, berichtet die Jugendpflegerin. "Ich habe den Eindruck, dass die Eltern es sehr ernst nehmen und an einem Strang ziehen."

Vielleicht schwingt dabei auch ein bisschen Dankbarkeit mit, dass die Langgönser Ferienspiele drei Wochen lang eine deutliche Entlastung in der Betreuungsfrage bringen.

Dieses Jahr seien deutlich mehr Kinder als 2019 angemeldet worden, berichtet Urban. Sie vermutet, dass einige Eltern bereits alle Überstunden abgebaut und ihre Urlaubszeit aufgebraucht haben, daher nun für die Unterstützung durch die Gemeinde dankbar sind. Zudem hätten sich in manchen Familien die Urlaubspläne zerschlagen, da sorgen die Ferienspiele für Abwechslung.

Wie in den Vorjahren gibt es 30 Angebote. Die beliebten Programmpunkte bei der Seniorenwerkstatt entfielen allerdings coronabedingt, ebenso die Ausflugsfahrten in Freizeitparks. Dafür gibt es mehr Angebote vor Ort. So war etwa eine Seifenblasenkünstlerin zu Gast. Eine Medienpädagogin gab einen Kurs zum richtigen Umgang mit dem Smartphone, WhatsApp oder TikTok, einer Videobearbeitungs-App. Außerdem wird es einen Outdoor-Escape-Room geben.

Während am Freitag eine Gruppe mit Batiken beschäftigt war, ging eine zweite Gruppe auf Bilderschnitzeljagd: Anhand eines Fotos mussten die Kinder eine Station finden. Dort wartete ein Fotohinweis auf die nächste Zwischenstation. Ziel war schließlich der Spielplatz am Altvaterplatz, wo ein Schatz wartete.

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