Familien im Sommer 2021 entlasten

  • vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns(pad). 2020 galt: Nach Corona ist vor Corona. Für viele Eltern bedeutete dies, dass sie ihren Jahresurlaub für die Kinderbetreuung opfern mussten, da Kitas und Schulen geschlossen waren und sich manche Arbeitgeber nicht kulant zeigten, obwohl die Kinder von heute die Kunden von morgen sind. In Langgöns denkt man nun bereits einen Schritt weiter: Nachdem viele Eltern 2020 in Betreuungsnot kamen, schlugen Grüne, FDP und CDU vor, sich in den Kitas bereits für 2021 zu wappnen. Konkret soll es in der dreiwöchigen Schließpause in den Sommerferien ein Notbetreuungsangebot geben.

Jürgen Knorz (CDU) sagte, dass man so die Eltern entlasten wolle. Das Angebot richte sich vor allen an Eltern, die nach einem zu befürchtenden Corona-Frühling nicht mehr genügend Resturlaub hätten, um die Betreuung in der Sommerzeit abzudecken. Die Notbetreuung solle nicht in allen Kitas, sondern in ein bis maximal zwei Einrichtungen stattfinden. Über die Zahl der Anmeldungen solle der Bedarf ermittelt werden.

Bürgermeister Marius Reusch konnte sich vorstellen, dass einige Betreuungskräfte im Sommer die Notbetreuung übernehmen würden und dafür zu einer anderen Jahreszeit Urlaub bekämen. Er erinnerte daran, dass es gesetzlich vorgeschrieben ist, dass auch Kinder "drei Wochen Urlaub von der Kita" bekommen. Dies sei jedoch in der Regel kein Problem, da diese Tage auch in anderen Jahreszeiten genommen würden. Er warb dafür, den Kreis der Nutzungsberechtigten festzulegen.

Markus Beppler (FWG) sagte, dass man klar machen müsse, dass es sich um ein Angebot für Notfälle handele, die keinen Urlaub mehr zur Verfügung hätten, um ihre Kinder zu betreuen. Isabell Dern (Grüne) äußerte die Befürchtung, dass bei einem zu großen Kriterienkatalog nur fünf Kinder angemeldet würden, bei zu wenig Kriterien jedoch 100. Sie schlug ein zweistufiges Modell vor, in dem bei großer Nachfrage die Familien mit dem dringlichsten Bedarf zum Zuge kämen.

Der Ausschuss empfahl einstimmig, dass die Verwaltung in Zusammenarbeit mit den Kita-Leitungen und Elternvertretern Kriterien für die Notbetreuung erarbeiten und vorlegen soll.

Neuer Spielplatz in Cleeberg

Weiteres Thema der Sitzung war die Gestaltung des Spielplatzes in Cleeberg. Dieser gehört bislang zum Kita-Gelände, soll nun ein öffentlicher Spielplatz werden. Dazu wird er mit einem Zaun abgetrennt, für die Kindergartenkinder soll es einen Zugang durch eine eigene Pforte geben.

Denizo Koc vom Bauamt berichtete, dass es eine Herausforderung war, auf dem abschüssigen Gelände etwas adäquates zu planen. Herzstück des neuen Spielplatzes ist ein großes Spielgerät mit Klettermöglichkeiten und Rutsche. Zudem sind eine Nestschaukel, ein Sandspieltisch, eine Federwippe sowie ein Sitzareal für Eltern vorgesehen. Die Verwendung der Geräte vom bisherigen Spielplatz scheide aus: Koc sagte, dass es aufgrund ihres Zustands unrentabel sei, diese zu versetzen.

Die Cleeberger Ortsvorsteherin Heido Tonhäuser sagte: "Ich bin begeistert. Das große Spielgerät deckt die Bedürfnisse aller Altersklassen ab." Dern unterstütze den Kauf neuer Spielgeräte, "da ist sonst am falschen Ende gespart". Der Ausschuss empfahl einstimmig, im Haushalt 2021 rund 55 000 Euro für die Umgestaltung einzustellen.

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