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Die DHL-Zustellbasis in Langgöns gehört zum Zuständigkeitsbereich von Paketabteilungsleiterin Jana Reich. ARCHIVFOTO: LKL

»Es gibt Sachen, die gibt’s nicht«

  • Lena Karber
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Langgöns (pm/lkl). Wenig Unternehmungsmöglichkeiten durch Corona und umso mehr Zeit zu Hause: Gerade jetzt im Frühjahr wollen es sich viele im Garten oder auf dem Balkon schön machen. Und weil Baumärkte und viele andere Geschäfte geschlossen haben, entscheidet sich so mancher für eine Bestellung im Internet - das merken aktuell auch die heimischen Zusteller.

»Die Gartensaison beginnt, also transportieren wir Gartentische mit sechs bis acht Stühlen, Sonnenschirme, Grillwagen, Gartenbänke, Teichanlagen, Pavillons, Fischfutter, Dünger, Blumenerde, Blumentöpfe, Insektenhotels«, zählt Jana Reich auf. »Es gibt Sachen, die gibt’s nicht«, sagt sie.

Als Paketabteilungsleiterin ist sie bei der Deutschen Post für mehr als 200 Paketzusteller der Zustellbasen in Langgöns, Lollar und Siegen zuständig. Hinzu kommen mehr als 2000 Zusteller, die sowohl Briefe als auch Pakete transportieren.

Paketmenge auf sehr hohem Niveau

Seit dem Beginn der Pandemie hat sich der ohnehin bestehende Trend zum Online-Shopping noch einmal verstärkt - und erwartungsgemäß zu einem neuen Rekord vor Weihnachten geführt. Statt 1,4 Milliarden Paketen 2019 hat die Deutsche Post nach eigenen Angaben vor dem Fest 2020 bundesweit nunmehr 1,6 Milliarden Pakete ausgeliefert. »Auch jetzt im Frühjahr merken wir, dass sich die Paketmenge weiterhin auf einem sehr hohen Level bewegt«, berichtet Reich. Doch während der Anstieg der Pakete mit dem Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 überraschend gekommen sei, sieht sich die Deutsche Post nun gut gewappnet. »In unserem Bereich haben wir über 100 neue Mitarbeiter eingestellt, angelernt und relativ früh eigenständig in die Zustellung geschickt«, sagt Reich rückblickend. Viele der neuen Mitarbeiter seien inzwischen fest angestellt. Zudem bilde man jedes Jahr neue Mitarbeiter zu Fachkräften für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen mit IHK-Abschluss aus.

Zusteller profitieren von Homeoffice

Den Zustellern hilft es laut Reich, dass viele Empfänger im Homeoffice sind. »Das erspart uns den zeitaufwendigen Arbeitsschritt der Benachrichtigung«, erklärt sie. Auch das Unterschreiben des Kunden entfällt aufgrund der Hygienevorschriften. Stattdessen gilt die Vorgabe, dass der Zusteller die Auslieferung der Sitzgarnitur oder des Teiches im Beisein des Empfängers quittiert.

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