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Kira Petry (l.) und Marta Danilkovich bei ihrem ersten Auftritt vor Publikum seit 15 Monaten.

Erster Auftritt seit 15 Monaten

  • VonConstantin Hoppe
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Langgöns (con). Künstler wie die Violinistin Marta Danilkovich aus Frankfurt und die Sopranistin Kira Petry aus Solms haben eine harte Zeit hinter sich: Für die beiden freischaffenden Künstlerinnen, die aufgrund der Pandemie seit 15 Monaten ohne Engagement und damit auch ohne Einkommen waren, stand nun am vergangenen Freitag der erste Präsenzauftritt seit März 2020 an.

Kulturbranche bedroht

Barbara und Manuel Fandré aus Lang-Göns hatten die Idee, in ihrem Haus einen coronakonformen Benefizabend zu organisieren: Vor 20 geladenen Gästen und streng nach Hygieneregeln konnten die Musikerinnen nun erstmals wieder auftreten. Den Abend hatten die Organisatoren unter das Motto »Wir haben euch nicht vergessen« gestellt. »Die Coronakrise bedroht eine ganze Branche in ihrer Existenz«, sagte Barbara Fandré.

Die Organisatorin ist in solchen Veranstaltungen erfahren, hatte sie doch einst die Benefiz-Konzertreihe »Business meets Classic« initiiert. Seit vielen Jahren ist Kira Petry dort die musikalische Leiterin, auch Marta Danilkovich trat 2019 in diesem Rahmen auf.

»Wieder live für Menschen ein kleines Konzert im privaten Rahmen geben zu dürfen, für diese Gelegenheit danken wir sehr«, sagte Danilkovich. Der Abend sollte auch für alle Kulturbegeisterten die »kulturelle Abstinenz« beenden.

Der Eintritt und die Spenden kamen in voller Höhe den beiden Künstlerinnen zugute. Dafür erwartete die Gäste ein atmosphärischer Abend voller Musik: Marta Danilkovich entlockte ihrer Geige unter anderem das »Prelude« aus »Carmen«, Michael Jacksons »Smooth Criminal« und »Music was my first Love« von John Miles. Als weiblicher Part des »Duo Divites« hat die Violinistin schon in der New Yorker Carnegie Hall gespielt, ein Beweis für ihr Weltklasseniveau.

Die ebenfalls international erfahrene Kira Petry stand dem in nichts nach: Die Sopranistin demonstrierte, dass ihre Kunst in der Zwangspause absolut nicht gelitten hat. Wer die Sängerin kennt, weiß um ihre herrlich tönende, immer wieder imponierende Stimme. Sie begeisterte mit der »Seguidilla« aus »Carmen«, »Für mich soll’s rote Rosen regnen« von Hildegard Knef, und »Memory« aus »Cats«.

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