Entscheidung über Gebührenerstattung vertagt

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns (con). Die Betreuung in den Kindergärten war das Thema im Sozial-, Sport- und Kulturausschuss. Neben der Kooperation der Gemeinde mit dem Kirchenkreis Lahn-Dill für einen Naturkindergarten im Paul-Schneider-Freizeitheim (die GAZ berichtete) gab es weitere Punkte zu beraten. Vor allem die Betreuungssituation in Corona-Zeiten beschäftigte die Ausschussmitglieder.

Da in den vergangenen Wochen längst nicht alle Familien das Betreuungsangebot wahrnahmen und sich an die Empfehlung der Landesregierung hielten, sollen im Falle der Nichtbetreuung die Kita-Gebühren an die Eltern erstattet werden. »Wir haben hierzu die Betreuungszeit auf fünf Tage als Stichwert gesetzt«, erklärte Bürgermeister Marius Reusch.

Was passiert in den Ferien?

Das heißt, wurde ein Kind weniger als fünf Tage in einer Einrichtung betreut, werden die Gebühren vollständig erstattet. Bei mehr als fünf Tagen sollen die Gebühren stattdessen vollständig gezahlt werden.

Eine Regelung die nicht kritiklos blieb: »Einzelfälle sind so sehr schwer auseinanderzuhalten«, meinte Markus Beppler (FWG). Deshalb stellte er für seine Fraktion den Antrag, die Kita-Gebühren für den entsprechenden Zeitraum ganz abzuschaffen. Da hierzu den meisten Ausschussmitgliedern aber noch Informationen fehlten, wurde schließlich entschieden, die Abstimmung an den Haupt- und Finanzausschuss zu verweisen und dort eine Entscheidung zu fällen.

Schließlich ging es um die Frage der Ferienbetreuung während der drei Schließungswochen der gemeindlichen Kitas. Für Eltern, die in dieser Zeit keinen Urlaub nehmen können, soll ein Betreuungsangebot vorhanden sein. Dafür sollen möglichst Erzieherinnen auf freiwilliger Basis zur Verfügung stehen. Nach Möglichkeit soll aus jeder Einrichtung ein Pädagoge dabei sein. Die drei Wochen »Auszeit« sollen aber auch bei diesen Kindern eingehalten werden. Eltern sollen angeben, in welchen anderen Wochen des Jahres ihr Kind die Kita nicht besucht. Zwei dieser drei Wochen müssen dabei an einem Stück genommen werden. Nun soll ermittelt werden, wie groß der Bedarf für eine Ferienbetreuung ist. Die Vorlage erhielt im Ausschuss einen einstimmigen Zuspruch.

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