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Feierliche Schlüsselübergabe.

"Ein Gebäude für die Bürger"

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Langgöns (con). "Ein Feuerwehrhaus ist kein Selbstzweck, es ist ein Muss": Mit diesem Satz dürfte Landrätin Anita Schneider den meisten Anwesenden aus der Seele gesprochen haben. Die offizielle Einweihung des neuen Gerätehauses war am gestrigen Freitag nicht nur ein großer Tag für die Niederkleener Wehr, sondern für viele Einwohner des Dorfes. Sie nutzten die Gelegenheit, um sich ihr neues Gerätehaus anzuschauen. Und das ist für die Zukunft konzipiert: Es ist genügend Platz für weitere Einsatzkräfte vorhanden, und die Fahrzeughalle ist mit vier Stellplätzen ebenfalls groß genug für zukünftige Anschaffungen.

Mit etwas mehr als einem Jahr Verspätung wurde die Fertigstellung gefeiert: "Zum Glück sind wir hier kein Flughafen, wir sind fertig geworden", erklärte Gemeindebrandinspektor Thomas Heckrodt. Rund 650 Quadratmeter Fläche stehen den derzeit 38 Niederkleener Einsatzkräften zur Verfügung - und die ersten beiden Einsätze wurden schon vom neuen Standort aus angefahren. Und es sei genau genommen auch kein Gebäude für die Feuerwehr, erklärte Landesbranddirektor Harald Uschek in seinem Grußwort: "Das hier ist ein Gebäude für die Bürger, es ist ein Zeichen der gegenseitigen Hilfe und des Bürgersinns." Und die Einsatzkräfte - das darf man nicht vergessen - machen ihre Arbeit ehrenamtlich und 365 Tage im Jahr rund um die Uhr. "Ein solches Gebäude ist ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Feuerwehrleute."

Auch wenn man mit 38 Einsatzkräften bereits sehr gut aufgestellt ist, so könnte diese Zahl durchaus noch höher sein, meinte Bürgermeister Marius Reusch. Eine positive Entwicklung gab es schon: "Wir mussten bereits mehr Spinde bestellen, das ist ja schon mal ein gutes Zeichen."

Neben der Einweihung gab es zwei weitere Gründe zum Feiern, denn der Landesbranddirektor nahm zwei Ehrungen vor. Für 40 Jahre in der Einsatzabteilung erhielt Georg David Michael das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande.

Für seine Verdienste rund um den Brandschutz wurde der frühere Gemeindebrandinspektor Uwe Müller mit dem bronzenen Brandschutzverdienstzeichen ausgezeichnet. "Wenn man heute die Feuerwehrleute fragt, was Uwe Müller in seiner Amtszeit getan hat, bekommt man immer eine Antwort", sagte Kreisbrandinspektor Mario Binsch: "Er hat aus sechs Ortsteilfeuerwehren eine einzige Feuerwehr geschaffen. Die Feuerwehren der einzelnen Orte sind durch seine Arbeit zusammengewachsen".

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