Das ehemalige Volksbankgebäude befindet sich im Besitz der Gemeinde Langgöns. FOTO: SE
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Das ehemalige Volksbankgebäude befindet sich im Besitz der Gemeinde Langgöns. FOTO: SE

Drei Ideen für die ehemalige Volksbank-Filiale

  • vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns(pad). Die Langgönser Bauausschusssitzung am Mittwochabend fand einmal mehr als Video-Konferenz statt. Das Format scheint sich dabei langsam zum Quotenbringer zu entwickeln: Neben den Gremiumsmitgliedern und den Ortsbeiräten aus Dornholzhausen und Cleeberg waren auch zahlreiche Bürger eingeloggt, um die Diskussion zu verfolgen.

Unter anderem ging es um die Folgenutzung der ehemaligen Volksbankfiliale in Cleeberg. Das Gebäude befindet sich mittlerweile im Besitz der Gemeinde. Eigentlich sollte ein Architekt im Rahmen der Sitzung die Varianten vorstellen - doch just dieser hatte sich nicht eingeloggt. Bürgermeister Marius Reusch sprang in die Bresche.

Die gute Nachricht vorab: Die Gebäudesubstanz sei in einem insgesamt guten Zustand, je nach Nutzung mache es jedoch Sinn, Oberflächen wie Wände und Fußböden sowie die Fenster zu erneuern. Dem Keller bescheinigte der Architekt, dass er nicht nutzbar sei, da er feucht wäre. Dies stieß bei den Ortsbeiratsmitgliedern auf Verwunderung.

Annette Mulitze (Grüne) sagte: "Dass der Keller nicht genutzt werden kann, enttäuscht mich." Sie schlug vor, dass ein Fachmann sich das noch einmal anschauen solle. Der Bauausschuss beschloss später einstimmig, dies durch einen Experten prüfen zu lassen.

Die vorgestellten Nutzungsvarianten bezogen sich so aber erst einmal nur auf das Erdgeschoss, in dem sich früher die Bankfiliale befunden hatte, sowie das unausgebaute Dachgeschoss.

Die erste Variante schlug eine Nutzung des Dachgeschosses als Lagerraum für die Vereine vor. Das Erdgeschoss könne von den Vereinen genutzt werden, etwa für Ausstellungen oder andere Aktivitäten.

Variante zwei sah vor, das Erdgeschoss in eine 94 m² große Wohnung umzubauen. Dazu seien geringe Umbaumaßnahmen notwendig, lediglich der Schalterraum würde durch eine neue Wand in zwei Schlafzimmer getrennt werden. Auch das Dachgeschoss würde eine Wohnung werden. Dies lehnte der Ortsbeirat jedoch ab. "Genau am Zugang zum Bürgerhaus ist an der Außenwand ein Schlafzimmer eingezeichnet", sagte Winfried Hartmannshenn. "Das führt zu Komplikationen."

Variante drei sieht eine Nutzung des Erdgeschosses für Gewerbe vor, im Dachgeschoss könnte die Cleeberger Bücherei einziehen. Diese Variante fand viel Zuspruch, Ideen für einen kleinen Dorfladen sowie eine Ausstellung des Geschichtsvereins im Vorraum wurden laut. Jedoch will man erst einmal das Interesse bei Gewerbetreibenden abklopfen, bevor man diese Variante weiter verfolgt.

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