Doch noch Glasfaser in ganz Langgöns?

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Langgöns(pm/srs). Für einen Ausbau des Glasfasernetzes in allen Ortsteilen von Langgöns gibt es doch noch Chancen. Wie Bürgermeister Marius Reusch (CDU) mitteilt, hat die Gemeinde mit der Deutschen Glasfaser eine Verlängerung der Nachfrage bis Herbst dieses Jahres vereinbart - mit dem Ziel, auch in dem bisher nicht berücksichtigten Gebiet im Kernort Lang-Göns noch genügend Anträge für eine Realisierung zu erreichen.

"Die Tür steht weiterhin offen", betonen Reusch und Rene Fuchs, Projektleiter der Deutschen Glasfaser. Anträge können aktuell über die Homepage der Deutschen Glasfaser gestellt werden. Hier gibt es eine eigene Teilseite für das Glasfaserprojekt in der Gemeinde Langgöns. Außerdem wird es noch mal eine Info-Aktion im Sommer geben, um auf die Möglichkeiten und Angebote hinzuweisen.

Glasfaseranschlüsse sollen nach bisherigem Stand nur in Cleeberg, Espa, Dornholzhausen, Niederkleen und Oberkleen gelegt werden, weil in Lang-Göns zu wenig Bürger Interesse angemeldet haben. Die SPD-Fraktion hatte daraufhin im April eine erneute Befragung im Kernort angeregt.

Bei der vergangenen Interessensbekundung hatten sich innerhalb eines halben Jahres zumindest annähernd 40 Prozent der Bürger in den jeweiligen Dörfern für das Hochgeschwindigkeitsinternet ausgesprochen. In Lang-Göns allerdings hatten 300 Verträge gefehlt, um diese Marke zu erreichen. Bisher soll daher nur im Südosten von Lang-Göns Glasfaser verlegt werden, der Ausbau wäre dort aufgrund der Gewerbegebiete Perchstetten und Jammersberg rentabel.

Reusch: Corona hat Wichtigkeit gezeigt

"Für mich steht fest, dass wir dauerhaft keine zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten bei der Internetversorgung in Lang-Göns akzeptieren können", sagte der Bürgermeister. Daher freue er sich, "dass wir gemeinsam mit der Deutschen Glasfaser den Bürgern nochmal die Option für einen zukunftsträchtigen Glasfaseranschluss eröffnen können."

Gerade in der Corona-Krise habe sich bei diesem Thema eine ganz neue Aktualität und Relevanz offenbart, was Hochgeschwindkeitsinternet angeht, fügte Reusch hinzu.

Menschen spürten unmittelbar, wie wichtig eine stabile und leistungsfähige Datenversorgung und Internetanbindung in Zeiten von Homeoffice und Quarantäne sein kann, ergänzt Stefan Baldus (FDP) vom Gemeindevorstand, der sich seit vielen Jahren in Langgöns für einen Breitbandausbau engagiert. "Vielleicht ist dies noch mal ein sichtbarer Grund, sich für einen Anschluss mit Glasfaser zu entscheiden." Aktuell laufen die Planungen für den Ausbau des Breitbandnetzes, der Baubeginn ist für den Herbst vorgesehen.

Die Gemeinde und das Unternehmen haben sich darauf verständigt, dass bis Baubeginn die Nachfrageverlängerung läuft und man dann resümieren wird, ob sich doch noch genügend Haushalte in Lang-Göns für den Glasfaseranschluss entschlossen haben. "Die Entscheidung liegt in der Hand der Bürger", fügt Klaus Wilhelm an, der das Projekt in der Gemeindeverwaltung koordiniert.

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