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Der Anschluss des Branntweinwegs an die Landesstraße nach Butzbach. Archivfoto: pad

Dauerthema Branntweinweg

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Langgöns(pm). Mit Unverständnis reagiert der Ortsbeirat Cleeberg darauf, dass nun erneut die Sanierung des Branntweinwegs bei Espa als Feldweg diskutiert wird. 2016 und 2018 seien bereits die Entschlüsse gefallen, den Autoverkehr auf dem Weg zu legalisieren und einen ordentlichen Anschluss an die Landesstraße nach Butzbach zu bauen, schreibt die Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser. Diese sollten nun umgesetzt werden. Der Ortsbeirat spreche sich gegen die Feldwegvariante aus.

Der Branntweinweg zweigt von der Ortsverbindung zwischen Cleeberg und Espa ab. Auf ihm könnten Autofahrer den engen Ortskern von Espa umfahren, wenn sie zur Landesstraße nach Butzbach wollen. Dies wird bereits seit Jahren von vielen Autofahrern so praktiziert - auch wenn der asphaltierte Weg eigentlich dem landwirtschaftlichen Verkehr vorbehalten ist.

"Die alternative Strecke über Oberkleen und Pohl-Göns nach Butzbach ist für die Bewohner des Oberen Kleebachtales nicht wirklich attraktiv, da sich durch den allmorgendlichen Stau auf der B 3 die Fahrzeit mindestens um eine Viertelstunde verlängert", schreibt Tonhäuser. Daher hätten die Cleeberger begrüßt, als die Entscheidung für einen Ausbau des Branntweinwegs vor rund drei Jahren in die Wege geleitet wurde. Damit sei auch ein Ausbau des Anschlusses an die Landesstraße verbunden gewesen.

Dass Bürgermeister Marius Reusch nun in der Gemeindevertretersitzung angekündigt hat, dass man eine kostengünstige Ausbauvariante als Feldweg sowie den Bau des Knotenpunkts an der Landesstraße prüfen wolle, gefällt dem Ortsbeirat gar nicht. "Der mühsam errungene Kompromiss-Beschluss steht erneut auf der Kippe", schreibt Tonhäuser.

Der Cleeberger Ortsbeirat befürchte, dass die Bauweise als Feldweg dem täglichen Verkehrsaufkommen nicht lange standhalten werde. Bereits der Ausbau auf 3 Meter zuzüglich 60 Zentimeter Bankette an jeder Seite sei ein Kompromiss gewesen. Dieser koste mit Anlegung der Kreuzung rund 850 000 Euro. Die Finanzierung des Vorhabens mithilfe der Hessenkasse sei 2018 abgesegnet worden.

Breiterer Ausbau gewünscht

Der Ortsbeirat hatte im Vorfeld eine andere Variante favorisiert: einen Ausbau auf 6 Meter Wegebreite. Diese entschärfe den Begegnungsverkehr und biete Fußgängern und Radlern mehr Sicherheit. Jedoch wurde diese Variante von den Gremien der Gemeinde verworfen.

Die Pressemitteilung der Ortsvorsteherin schließt mit den Worten: "Der Cleeberger Ortsbeirat ist der Meinung, dass die Legalisierung des Autoverkehrs auf dem Branntweinweg für Espa und Cleeberg gleichermaßen eine Win-win-Situation bedeutet und hofft, dass das Vorhaben endlich umgesetzt wird."

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