In Cleeberg wird einiges neu gestaltet

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns(con). In Cleeberg soll sich in den kommenden Jahren einiges verändern: "Hier in Cleeberg haben wir eine ganz besondere Situation: Mit IKEK und SILEK machen wir quasi eine doppelte Dorferneuerung, einmal im Ort und einmal darum herum", sagte Bürgermeister Marius Reusch bei der Übergabe eines Fördermittelbescheids über 37 110 Euro für den hier anlaufenden SILEK-Prozess.

Dabei geht es darum, die Umgebung eines Orts zu begutachten und zu schauen, wo der Ort attraktiver gestaltet werden kann. Dazu gehören beispielsweise die Überarbeitung von Wirtschafts- und Wanderwegen, auch im Vorfeld von Flurbereinigungsverfahren. Deshalb ist die Beteiligung von Akteuren wie Landwirte und Jäger wichtig. Auch sollen Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung stattfinden - doch das gestaltet sich in Zeiten von Corona und Kontaktbeschränkungen nicht gerade leicht.

Für den Prozess hat sich die Gemeinde mit dem Institut für Regionalmanagement (IfR) ein Büro mit Erfahrung gesucht. IfR wird den Prozess moderieren und bei der Ideensammlung sowie dem Erarbeiten von Lösungen unterstützten. IfR und Bürgermeister planen, zuerst eine Lenkungsgruppe aufzustellen und interne Arbeiten durchzuführen. Im kommenden Jahr soll es zu öffentlichen Veranstaltungen kommen, Bürger können ihre Anliegen einbringen.

Am Ende des SILEK-Prozesses, der bis zu zwei Jahre dauert, soll eine Liste mit Handlungsempfehlungen stehen. "Wenn wir loslegen, wollen die Leute auch schnell Ergebnisse sehen", erklärte Dr. Andrea Soborth von IfR.

Am Bestehenden orientieren

Ein Themenfeld das näher ins Auge gefasst werden soll, ist der Tourismus: Hier gibt es beispielsweise mit dem Rundwanderweg bereits ein schönes Angebot, das aber Verbesserungspotential hat. Dem stimmte der Bürgermeister zu: "Das Bestehende auszubauen ist für mich der richtige Weg."

Die Fördersumme deckt 75 Prozent der Kosten für das SILEK-Verfahren ab und stammt vom Amt für Bodenmanagement (AfB) Marburg. Ralf Ufer und Susanne Trautwein-Keller, als zukünftige Leiterin des Verfahrens, nehmen von Seiten des AfB beratend am SILEK-Prozess teil.

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