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Rund um die Uhr steht die Johanniter-Unfallhilfe in der neuen Rettungswache in Niederkleen bereit. Nun gab es in der Alten Butzbacher Straße 3 einen Einweihungsrundgang.

»Campus zur Gefahrenabwehr«

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Langgöns (pm). Planmäßig in Betrieb genommen haben die Johanniter im Regionalverband Mittelhessen ihre neue Rettungswache in Niederkleen bereits im Dezember. Eigentlich bietet man in solchen Fällen der Bevölkerung zeitnah im Rahmen eines »Tages der offenen Tür« die Gelegenheit, sich die Räumlichkeiten näher anzusehen und einen Einblick in die rettungsdienstliche Arbeit zu gewinnen;

das aber war coronabedingt nicht möglich. Am Montag traf man sich nun zumindest in kleiner Runde für einen »Einweihungsrundgang«.

24-Stunden-Dienst

Die Notwendigkeit des neuen Wachenstandorts hatte sich 2018 bei der Planung der rettungsdienstlichen Vorhaltung des Landkreises, der den Rettungsdienst im Gießener Land beauftragt, abgezeichnet. Im Vordergrund solcher strategischen Überlegungen steht stets die Einhaltung der vorgeschriebenen Hilfsfrist. Diese verlangt in Hessen, dass der gerufene Rettungsdienst binnen zehn Minuten am Einsatzort eintreffen muss.

Von Mitte September bis Mitte Oktober 2018 gab es zur Überprüfung der Standortnotwendigkeit eine Testwachenphase in Niederkleen. In diesem Zeitraum wurde seitens des Regionalverbandes Mittelhessen der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) ein Fahrzeug in den Räumlichkeiten der dortigen Freiwilligen Feuerwehr bereitgehalten. Dieses stand täglich an sieben Tagen die Woche von 9 bis 21 Uhr zum Einsatz bereit. Die Auswertung dieser Testphase bekräftigte die Pläne des Kreises.

Fortan liefen die Neubauplanungen seitens der JUH auf Hochtouren. Mit dem Neubau investieren die Johanniter rund 850 000 Euro in den neuen Rettungswachenstandort. Während im April 2020 dort der erste Spatenstich erfolgte, leisteten die Johanniter bereits seit Oktober 2019 von einem Übergangsstandort in einer nahegelegenen Ferienwohnung aus den Rettungsdienst.

Nach dem Umzug in die neuen Räume im Dezember steht die JUH seit 2. Januar im 24- Stunden-Dienst an sieben Tagen die Woche für Einsätze bereit. Zum Ortstermin begrüßte JUH-Regionalvorstand Marco Schulte-Lünzum auch Bürgermeister Marius Reusch sowie Architekt Gerhard Schymik. Landrätin Anita Schneider teilte in einer Grußbotschaft mit, die neue Rettungswache sei »eine Investition in die Zukunft und in die Sicherheit der Bürger im südlichen Kreisgebiet.« Reusch unterstrich, mit dem Grundstück in Niederkleen sei ein guter, infrastrukturell sinnvoller Standort gefunden worden, bei dem gemeinsam mit dem neuen Feuerwehrstützpunkt ein Campus zur Gefahrenabwehr entstehe.

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