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Immer wieder ein besonderes Spektakel ist der Auflass der Brieftauben.

Brieftauben starten in neue Saison

  • VonGünther Dickel
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Langgöns/Hüttenberg/Pohlheim (gdp). Ja, es gibt auch noch Hobbys und Freizeitbeschäftigungen, die nicht von Einschränkungen, Verboten und Hygienemaßnahmen der Coronapandemie beeinflusst sind. So wie der Brieftaubenzuchtbetrieb, der kürzlich die Flugwettbewerbe 2021 startete. Denn für die Züchter in den Taubenschlägen ist der Mund- und Staubschutz, die Lüftung bis hin zum Taubenimpfschutz ganzjähriger Hygienebegleiter.

Lediglich beim Einladen der Tauben in den Reisetransporter wurde ein zusätzliches Hygienekonzept erarbeitet und angewendet. Auf der Reise zum Auflassort ist dann der Lkw-Fahrer mit seinen Tauben wieder allein - so wie die Züchter den Großteil des Jahres in ihren individuellen heimischen Schlägen.

Nun aber, mit den moderat ansteigenden Temperaturen des Monats Mai, startete die Reisetauben-Vereinigung-Hüttenberg (RVH) ihren ersten Preisflug. Gemeinsam mit der RV-Wetterau ging der Taubentransporter für den ersten Flug mit 933 Tauben auf die 270 Kilometer lange Reise nach Saarlouis. Die zehn Züchterfreunde der RVH hatten dabei 262 Tauben auf die 190 Kilometer Luftlinie lange Heimstrecke gesetzt.

Bei leicht bewölktem Himmel und südwestlichen Winden hatte Flugleiter Florian Pitz aus Weilrod den Taubenschwarm um 9.50 Uhr zum Heimflug gestartet.

Bei einer Fluggeschwindigkeit von 78 km/h trafen die ersten beiden Tauben bereits um 12.18 Uhr bei Hans Horn in Watzenborn-Steinberg ein. Auf den weiteren Plätzen folgten Tauben bei Horst Müller (Langgöns), Hermann Stroh (Großen-Linden), Josef Weinmann (Niederkleen), Gerhard Waldschmidt (Großen-Linden) und Roland Schuster (Oppershofen). In einem engen Zeitfenster von nur acht Minuten traf um 12:26 Uhr die letzte der 88 Preistauben bei Roland Schuster ein. Dessen 31 Tauben haben beim ersten Preisflug mit 20 Preisen das beste Quotenergebnis erreicht.

Obwohl bei der RV-Meisterschaft Josef Weinmann und bei der Weibchen- und Jährigenmeisterschaft Hans Horn die ersten Plätze belegen, hat dies für die Meisterschaftstabellen noch keine große Bedeutung. Denn erst am 24. Juli wird die Flugsaison der Alttiere 2021 nach insgesamt 13 Preisflügen entschieden sein.

In der »Fluggemeinschaft Gießen-Süd« kooperieren die RV-Hüttenberg und RV-Wetterau. Im eigenen Spezial-Lkw transportieren sie ihre Tauben zu den jeweiligen Auflassungsorten im In- und angrenzenden Ausland.

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