Breite Unterstützung für Kreisel

  • vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns (pad). Das Bauunternehmen Faber & Schnepp will den Standort Langgöns langfristig sichern und ausbauen. Für eine etwaige Erweiterung hat es darum das dem Firmensitz gegenüberliegende Grundstück an der Holzheimer Straße erworben. Für das 8000 Quadratmeter große Grundstück der Firma Buss und Velten existiert bislang jedoch kein Bebauungsplan.

In der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurde nun einstimmig beschlossen, diesen aufzustellen. Die Kosten für das Verfahren übernimmt Faber & Schnepp. Die Grünen äußerten im Vorfeld ihre Bedenken bezüglich möglicher Lärmimmissionen und Flächenversiegelung.

Auf einstimmige Unterstützung stieß der Antrag der SPD, dass sich die Gemeinde für den Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung bei der Niederkleener Turnhalle starkmachen soll. Ahmet Karadag (SPD) sagte, dass die Polizei die Kreuzung der L 3133 mit der L 3129 mittlerweile als Unfallhäufungspunkt einstufe. Die Gemeinde müsse mit Hessen Mobil in einen intensiven Dialog zum Bau eines Kreisverkehrs eintreten.

Jürgen Knorz (CDU) sah die Initiative positiv. Bereits bei der Vorstellung des Radwegekonzepts im vergangenen Juni hätten die Planer bei Niederkleen einen Kreisel favorisiert, damit Radler die Straße sicher queren können. Er äußerte die Befürchtung, dass der Bau eines Kreisverkehrs erst in vielen Jahren beginnen könnte. Jedoch sei die Verkehrslage kritisch, »wir müssen jetzt handeln«. Die CDU stellte den Ergänzungsantrag, dass mit der Verkehrspolizei und Hessen Mobil zeitnah gesprochen wird, um »die Lage noch 2021 zu entschärfen«.

Unzufriedenheit herrscht im Kernort Lang-Göns darüber, dass der Glasfaserausbau gescheitert ist: Die von der Deutschen Glasfaser als notwendige Anschlussquote gesetzten 40 Prozent seien deutlich verfehlt worden. CDU und FDP beantragten, nochmals Gespräche mit dem Unternehmen zu führen, um doch noch einen Ausbau zu erhalten.

Thomas Schmidt (SPD) sagte: »Wir haben eine Glasfasergrenze: Die Richtung Holzheim haben kein schnelles Internet, die im alten Dorf haben schnelles Internet.« Das sei in Zeiten vom Homeoffice ein großer Nachteil, weshalb die SPD den Antrag unterstütze. Hans Dern (Grüne) will solch ein Glasfasernetz notfalls auch in kommunaler Hand sehen: »Wenn die Deutsche Glasfaser es nicht ausbaut, macht es die Gemeinde selbst - entweder mit der Deutschen Glasfaser oder der Breitband GmbH.« Der Bürgermeister solle prüfen, was so etwas koste. Dern vermutete, dass dies langfristig sowieso die günstigere Lösung sei: »Infrastruktur gehört nicht in private Hände.«

Bürgermeister Marius Reusch riet davon ab, selbst ein Glasfasernetz betreiben zu wollen. Die Gemeinde wolle mit der Deutschen Glasfaser sprechen und herausfinden, wie groß die Wirtschaftlichkeitslücke beim Ausbau sei und ob die Kommune diese übernimmt. »Wenn die Deutsche Glasfaser es nicht macht, müssen wir andere Partner suchen.« Das Vorgehen wurde einstimmig befürwortet.

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