Ausschuss will Projekt fortsetzen

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Langgöns (se). Besonderer Diskussionsbedarf herrschte vor allem beim letzten Tagesordnungspunkt, der sich mit einem Antrag der SPD-Fraktion beschäftigte, wonach das Projekt "Selbst.Ständig! leben in Langgöns" auch durch die Gemeinde zu fördern sei. Die zehn zuvor behandelten Themen waren in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Gleichstellungsausschuss am Montagabend im Bürgerhaus schnell abgehandelt.

Der von Jürgen Knorz (CDU) geleitete Ausschuss modifizierte den von Ahmet Karadag erläuterten Antrag der Sozialdemokraten dahingehend, dass der Gemeindevorstand beauftragt wird, die Aufgabe zu definieren, die Mitarbeiter der Initiative "Selbst.Ständig! leben in Langgöns" übernehmen sollen. Nach drei Jahren Förderung durch die Fernsehlotterie und das Deutschen Hilfswerk wird diese Förderung zum 31. Oktober eingestellt (die GAZ berichtete). Die AWO Hessen Süd hatte signalisiert, für ein Jahr die Hälfte (20 000 Euro) der Kosten zu übernehmen, die andere müsste dann die Gemeinde tragen. Bürgermeister Marius Reusch wird in dem Antrag beauftragt, Verhandlungen mit der AWO aufzunehmen, um eine weitere Zusammenarbeit auszutarieren. Die Vorlage wurde einstimmig (eine Enthaltung) angenommen. Allerdings kann der Ausschuss nur eine Beschlussempfehlung für die Gemeindevertretersitzung am 27. Juni aussprechen.

Zuvor hatte Bürgermeister Reusch berichtet, dass die Revision des Landkreises Gießen die Jahresabschlüsse 2012 und 2013 genehmigt hat, und so votierten die Ausschussmitglieder für eine damit einhergehende Entlastung des Gemeindevorstandes. Nach der Berechnung der Revision steht die Gemeinde in finanzieller Hinsicht wesentlich besser da, als seinerzeit berechnet worden ist, und das gleich um mehrere 100 000 Euro.

Das erste Projekt in der Gemeinde wurde inzwischen von der Hessenkasse angenommen, erklärte der Rathauschef weiter. Danach wird das Dach der Friedhofskapelle in Lang-Göns erneuert. Kosten: 49 000 Euro. Reusch informierte zudem über den Nachtrag zum Waldwirtschaftsplan, wobei die finanziellen Verschiebungen weniger im Mittelpunkt standen, als der Zustand des Waldes. "Der Wald benötigt einen erhöhten Pflegeaufwand", sagte der Bürgermeister, der davon ausgeht, dass der Bestand an Nadelhölzern nach und nach abnimmt. Schwierigkeiten bereite es derzeit, Unternehmen zu finden, Holz aus dem Wald zu fahren. Mahnende Worte kamen von Klaus Kutt (FW): "Der Wald wurde gemolken, wo es ging. Wir müssen es uns abgewöhnen, den Wald als Geldquelle zu betreiben."

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