Ausschuss befürwortet Bork-Pläne

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns(con). Eine Frage treibt seit einiger Zeit die Bevölkerung in Niederkleen um: Was entsteht auf dem alten Mischplatz an der Butzbacher Straße? Zwei Interessenten stellten bereits in einer Sitzung des Bau- und Infrastrukturausschusses im August ihre Planungen vor - die Firma Hildebrand sowie die Firma Bork. Doch die Planungen - oder besser, die Befürchtungen, was auf dem Platz entstehen könnte - führten mittlerweile zu bedenklichen "Blüten".

"Es ist immer gut, wenn solche Themen auf Interesse stoßen. Aber es haben sich mittlerweile Dinge ereignet, da müssen wir als Gemeinde vorsichtig sein, wohin sich unser politisches Niveau und unser Umgang miteinander entwickelt", erklärte Bürgermeister Marius Reusch gleich zu Beginn einer erneuten Beratung der Planungen in der Sitzung des Bau- und Infrastrukturausschusses. Mittlerweile habe ein anonymes Schreiben die Mitglieder des Niederkleener Ortsbeirats erreicht, in dem vor den anfänglichen Planungen der Firma Bork in Form eines Boarding-Hauses, in dem auch Lkw-Fahrer unterkommen könnten, gewarnt wurde: "Wir sind zwar keine Rassisten, aber was die Firma Bork Schändliches auf dem Mischplatz vor hat, das werden wir nicht dulden", las der Bürgermeister unter anderem aus dem Schreiben vor. Die Firma solle ihre Fahrer auf ihrem eigenen Gelände unterbringen.

Ein Schreiben, das für den Bürgermeister besorgniserregend ist: "Ich finde, damit sind gewisse Grenzen überschritten", erklärte Reusch. "Wenn so eine Stimmung entsteht, in der sich Ortsbeiratsmitglieder unwohl damit finden abzustimmen, kommen wir in bedenkliche Fahrwasser." Gewisse Ähnlichkeiten zu Vorgängen in Nachbarkommunen - beispielsweise in Lich - sind für den Bürgermeister offenkundig.

Platz für Feste

Neben dem Schreiben waren aber noch einmal die Planungen der beiden interessierten Projektierer Thema der Sitzung. Sie hatten noch einmal Gelegenheit, ihre Planungen zu überarbeiten und auf gewisse Kritikpunkte einzugehen. Und auch hier gab es eine Überraschung: Denn während sich das Bauunternehmen Hildebrand noch einmal mit seinem bereits vorgestellten Konzept auseinandersetzte - dieses umfasst insgesamt vier Gebäude auf der Fläche - und die noch fehlenden Stellplätze in die Planung aufnahm, stellte die Spedition Bork eine gänzlich neue Planung vor: Statt eines großen Gebäudes sind nun zwei Häuser geplant - eines davon als reines Wohngebäude, das zweite soll einen Backshop oder ein Dorfcafé bieten sowie Platz für fünf Pensionszimmer.

Zudem ist ein Platz in der Mitte der Fläche geplant, auf dem sich Parkplätze befinden sollen, der aber auch der Dorfgemeinschaft für kleinere Feste oder Märkte zur Verfügung stehen könnte. Daneben soll darauf geachtet werden, den bestehenden Baumbestand am Mischplatz zu erhalten und viele Grünflächen anzulegen.

So waren sich beide Vorschläge der Projektierer letztlich ähnlich. Die neue Planung der Spedition erhielt dann die mehrheitliche Zustimmung des Ausschusses, nachdem sich auch der Ortsbeirat Niederkleen für diese ausgesprochen hatte.

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