Kita-Leiterin Anika Knebel mit Bürgermeister Marius Reusch (r.) sowie Pfarrer Achim Kessler (M.) und Marc Gibcke vom Dekanat. FOTO: PAD
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Kita-Leiterin Anika Knebel mit Bürgermeister Marius Reusch (r.) sowie Pfarrer Achim Kessler (M.) und Marc Gibcke vom Dekanat. FOTO: PAD

"Arche" nun mit im Boot

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns(pad). In der Gemeinde Langgöns gibt es sieben Kindertagesstätten, sechs davon in kommunaler und eine in kirchlicher Hand. Bislang war die Anmeldung eines Kindes ein komplexer Prozess. Dieses Verfahren wurde nun deutlich verschlankt.

Wenn beispielsweise Eltern im Kernort Lang-Göns ein Kind anmelden wollten, mussten sie ihr Interesse nicht nur bei der Vorabfrage im Internet bekunden, sondern sich auch auf Wartelisten in den Kitas "Mäuseburg", "Fasanenweg" und "Arche" anmelden. Dies führte dazu, dass das Kita-Personal zahlreiche Telefonate führen musste, um zu klären, wo das Kind nun angenommen wird und wo es noch auf Wartelisten steht. Nun wurde das Verfahren vereinfacht, die Informationen im Rathaus gebündelt: Auf der Internetseite der Gemeinde können Eltern über "webKITA" den Bedarf für einen Kita-Platz melden. Dabei können sie bis zu drei Wunschbetreuungen aussuchen. Die Kitas werden informiert, die Eintragung auf Wartelisten erfolgt automatisch.

Die sechs kommunalen Kitas waren seit dem Start von "webKITA" dabei, nun schloss sich auch die Kita "Arche" dem System an. "Wir verstehen uns da als Partner der Gemeinde", begründete Marc Gibcke, geschäftsführende Person des Fachbereichs Kindereinrichtungen beim evangelischen Dekanat Gießen, den Schritt.

Vielschichtige Zusammenarbeit

Pfarrer Achim Kessler berichtete, dass bislang die Notbetreuungsplätze für die "Arche" in Biebertal lagen. Diese Kuriosität werde nun aufgelöst.

Zudem hielt Kessler fest: "webKITA ist ein Symbol der Zusammenarbeit, dass Kirche und Kommune gemeinsam überlegen, was für die Kinder am besten ist."

Der Langgönser Bürgermeister Marius Reusch sieht in der Zusammenarbeit viele Vorteile. "Der Abstimmungsprozess ist dadurch wesentlich einfacher." Zudem: "Für die meisten Eltern und für das Kind spielt es keine Rolle, wer Träger der Kita ist."

Die Leiterin der Kita "Arche" Anika Knebel berichtete, dass nicht erst seit Covid-19 ein reger Austausch zwischen den Langgönser Einrichtungen bestehe. Unter anderem werde über gemeinsame Feste nachgedacht, wenn diese wieder möglich sind. Da sei die Zusammenarbeit bei den Anmeldeverfahren ein weiterer logischer Schritt.

Übrigens: In Langgöns ist es nicht notwendig, direkt nach erfolgtem Liebesakt zum Computer zu hetzen und das noch Ungeborene für einen Kita-Platz anzumelden, um noch einen zu bekommen. Die Anmeldung ist erst nach der Geburt des Kindes möglich. Es darf also gekuschelt werden.

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