Appell der FDP Langgöns für Glasfaserausbau

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Langgöns(pm). Vor wenigen Tagen berichtete die Gießener Allgemeine Zeitung den Zwischenstand bei der Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen in der Gemeinde Langgöns. Damals wurde als ein Argument für einen Glasfaseranschluss auch der Werterhalt beziehungsweise die Wertsteigerung von Immobilien angeführt. Dieses Argument führt nun auch Barbara Fandré von der Langgönser FDP in einer Pressemitteilung an. Die Kommunalpolitikerin ist besorgt, da im Durchschnitt bislang nur 20 Prozent der Haushalte sich für einen Glasfaseranschluss entschieden hätten.

Am Dienstag wurde bekannt, dass in Pohlheim ein flächendeckender Glasfaserausbau gescheitert ist. Nur in Holzheim und Dorf-Güll wurde die von der Deutschen Glasfaser gesetzte Quote von 40 Prozent erreicht. Die beiden Stadtteile sollen nun ein Glasfasernetz erhalten, während ein Ausbau im restlichen Pohlheim in weite Ferne rückt.

Fandré hofft, dass sich solch ein Szenario in Langgöns nicht wiederholt: "Die Langgönser haben aktuell die Chance, und die sollten sie zum Wohle der Gemeinde und zum Wohle der Solidargemeinschaft nutzen." Das Argument "Ich brauche das nicht" will die FDP-Frau nicht gelten lassen. "Jeder möchte eine gute Infrastruktur in der Kommune, in der er lebt. Ärzte, Steuerbüros, Architekten, gute Einkaufsmöglichkeiten, eine gut funktionierende Verwaltung und wohnortnahe Arbeitsplätze. Aber nur die wenigsten scheinen bereit, etwas dafür zu tun, dass diese Infrastruktur auch zukünftig aufrechterhalten werden kann", schreibt sie.

Ohne Glasfasernetz sieht Fandré Langgöns im Nachteil gegenüber anderen Kommunen, beispielsweise Hüttenberg, die sowohl den Firmen als auch den Bürgern schnelles Internet bieten können. "Dabei sind die Gewerbe- und die Einkommensteuer die wichtigsten Einnahmen einer Kommune."

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