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Alte Turnhalle fast wie neu

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Von: Constantin Hoppe

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Auch der Boden ist aufgearbeitet: Bürgermeister Marius Reusch (r.) weiht gemeinsam mit den Handwerkern die sanierte Niederkleener Turnhalle ein. © Constantin Hoppe

Langgöns (con). Die Alte Turnhalle ist für viele Niederkleener mehr als »nur« eine Turnhalle. Für unzählige Feste und Feiern war das Bauwerk am Ortseingang bereits der Schauplatz. Deshalb gab es am Freitagnachmittag auch allen Grund zur Freude: Nach rund sechs Monaten Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten übergab Bürgermeister Marius Reusch das Gebäude wieder seiner Bestimmung.

Die auffälligste Neuerung ist auf den ersten Blick zu erkennen: Das Fachwerk wurde ausgebessert, die Gefache sind in Teilen neu verputzt und die gesamte Fassade ist gestrichen. Auch der Sockel des Gebäudes wurde ausgebessert und verputzt.

Innen hat sich ebenfalls einiges getan. Die größte Veränderung ist im hinteren Bereich der Turnhalle zu entdecken: Dort wurde die alte Bühne abgesenkt und dem Bodenniveau der restlichen Halle angepasst. So entstand mehr Platz für die Nutzung als Sportraum. Nach dem Abbau der Bühne konnten zudem Schäden an der Unterkonstruktion des Hallenbodens behoben werden. Bei der Beleuchtung wurde auf ballwurfsichere LED-Leuchten gesetzt. Schließlich wurde noch der Dielenboden abgeschliffen und aufgearbeitet.

Fit für die Zukunft

Bürgermeister Reusch zeigte sich anlässlich der kleinen Feierstunde mehr als zufrieden: »Wir wollten die Alte Turnhalle zukunftsfähig machen - und das ist sie auch geworden.« Das Projekt hat eine längere Vorgeschichte. Seit 2017 sei über die Sanierung gesprochen und teilweise »hart gekämpft und gerungen« worden, wie sich Ortsvorsteher Tim Schröder erinnert. »Doch das Ergebnis war es wert.« Mitte 2020 erfolgte dann der Beschluss der Gemeindevertretung, im Mai 2021 konnten die Bauarbeiten endlich beginnen.

Ein weiterer Grund zur Freude aller Beteiligter ist, dass auch die geschätzten Baukosten von 247 000 Euro eingehalten werden konnten. »Zumal wir mit der Aufarbeitung der Eingangstür der Halle sogar eine Maßnahme umgesetzt haben, die erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen war«, erklärte Architekt Thomas Jungherr. Am Größten ist die Freude jedoch bei den Mitgliedern des TSV Niederkleen. Denn mehrere Monate, nachdem man mit den Sportangeboten ins Bürgerhaus umziehen mussten, kann man nun wieder am angestammten Platz trainieren. »Schon morgen wollen wir unsere Gerätschaften wieder hier unterbringen,« sagte Vereinsvorsitzender Jürgen Klein. »Jetzt hoffen wir nur, dass wir bei den aktuell steigenden Coronazahlen unsere Halle in nächster Zeit auch gut nutzen können.«

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