Der Verbindungsweg auf dem Gelände der Jakobuskirche zwischen Neu- und Obergasse ist seit längerem gesperrt. Er soll einer Blumenwiese weichen, um die Gesundheit der alten Eiche zu bewahren. FOTO: BF
+
Der Verbindungsweg auf dem Gelände der Jakobuskirche zwischen Neu- und Obergasse ist seit längerem gesperrt. Er soll einer Blumenwiese weichen, um die Gesundheit der alten Eiche zu bewahren. FOTO: BF

Alles für die mächtige Eiche

  • vonRedaktion
    schließen

Langgöns(bf). Seit mehr als 400 Jahren steht eine mächtige Eiche vor der Jakobuskirche in Lang-Göns. Damit dieser Baum sich auch zukünftig dort wohlfühlen kann, wird demnächst extra der Platz vor dem evangelischen Gotteshaus umgestaltet. "Alles für die Eiche", so lautet das Motto.

Der Baum soll unbedingt gesund erhalten bleiben, das ist der ausdrückliche Wille von Pfarrer Achim Keßler und dem Kirchenvorstand mit seiner Vorsitzenden Stefanie Dörr an der Spitze.

Schon seit längerem ist der Querungsweg auf dem Kirchplatz zwischen der Obergasse hin zur Neugasse wegen Verletzungsgefahr gesperrt: Die Wurzeln der alten Eiche haben die Pflasterung gefährlich angehoben. Und weil sich die Eiche nach einem Gutachten von Experten prächtiger Gesundheit erfreut, soll weiterhin alles zu ihrem Wohl getan werden. Aus diesem Grunde wird der Weg nicht saniert, denn dafür müssten die Wurzeln des Baumes zum Teil gekappt werden. Stattdessen muss der Weg weichen.

Der Bauausschuss des Kirchenvorstands mit Wolfgang Reh, Andreas Christ und Matthias Rohlehr sowie einigen Helfern kümmert sich ehrenamtlich um die Maßnahme, die in Kürze starten soll: "Die Steine werden entfernt, der Boden wird mit fruchtbarem Mutterboden aufgefüllt und dann wird in dem Bereich ein großes Stück Blumenwiese gepflanzt", erklärt Reh. "Landwirt Werner Müller will uns mit Blütenpflanzensamen helfen", informiert Reh. Den Weg zu sanieren, hätte wohl nur kurzfristigen Erfolg gebracht, "denn die Wurzeln der Eiche wachsen ja auch zukünftig immer höher", sagt der Lang-Gönser.

Man müsse sich vorstellen, dass das Wurzelwerk einer Eiche etwa ein Dreifaches größer ist als der Durchmesser der Baumkrone. "Kleine Saugwurzeln reichen vermutlich sogar bis zur anderen Straßenseite und auf der Kirchenseite sogar bis vor den Anbau des Gemeindezentrums", sagt Reh. Auch dort zeigten sich bereits erste Hebungen im Pflaster.

Der Eingang der Kirche bleibt weiterhin barrierefrei erreichbar über den Zugang von der Obergasse. Auch von der Neugasse gibt es eine weitere Zuwegung. Lediglich der Verbindungsweg wird wegfallen, was Wolfgang Reh nicht weiter schlimm findet: "Die 20 Schritte mehr zu laufen, können sich die Leute ruhig angewöhnen."

Die kleine Mauer, die den Eingangsbereich zur Kirche bereits begrenzt, soll vielleicht verlängert werden, um eine kleine Sperre darzustellen.

Die Linde im Bereich des historischen Kriegerdenkmals macht im Übrigen bislang keine Probleme, "sie wurzelt auch anders", erklärt Reh. Weitere Helfer für die Arbeiten sind willkommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare