30 Bauplätze sollen in Dornholzhausen entstehen - Rückhaltebecken gegen Hochwasser

  • vonPatrick Dehnhardt
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Am Ende des Blankwegs in Dornholzhausen soll ein Neubaugebiet mit rund 30 Plätzen entstehen. Die Planungen sind anspruchsvoll, da ein Teil des Areals in einer Senke liegt.

Die Planung des Neubaugebiets Blankweg in Dornholzhausen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Das zeigte sich in der Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Langgöns am Mittwochabend, die zusammen mit dem Ortsbeirat Dornholzhausen stattfand. Weit über zwei Stunden wurde über die Möglichkeiten und Problemstellen des Gebiets gesprochen. Über 30 Personen waren als Parlamentsmitglieder oder Zuschauer bei der Online-Sitzung zugeschaltet.

Bürgermeister Marius Reusch erinnerte mehrfach daran, dass man noch am Anfang eines langen Weges stünde, es sich um einen Vorentwurf für das 2,7 Hektar große Areal handele. Der anstehende Schritt sei, mit den Plänen in die erste Offenlegung zu gehen und eine frühzeitige Bürgerbeteiligung zu ermöglichen. Zudem würden sich noch die Behörden zu den Plänen äußern. Daher sei das Vorgestellte nicht in Stein gemeißelt, sonder die Diskussionsgrundlage.

Hendrik Christophel (Planungsgruppe Prof. Dr. V. Seifert aus Linden) stellte den Entwurf für den Bebauungsplan vor. Vorgesehen ist, die komplette Fläche zwischen der bisherigen Ortsgrenze und dem Blankhof zu entwickeln, die Obstbaumwiese begrenzt das Gebiet nach Norden, der Feldweg nach Süden.

Das Baugebiet soll über die Lindenstraße und den Blankweg an den Ort angebunden werden. Um die Grundstücke zu erschließen, sind zwei neue Querstraßen geplant. Zudem soll der am Blankhof bereits vorhandene Weg endausgebaut werden.

Das Baugebiet ist in zwei Teilbereiche untergliedert. An das bisherige Ende des Blankwegs angrenzend ist ein 3500 Quadratmeter großes Grundstück vorgesehen, welches hauptsächlich für den sozialen Wohnungsbau verwendet werden soll. Auch für diese Gebäude soll eine maximale Firsthöhe von acht Metern gelten.

Die restliche Fläche soll in 30 Grundstücke aufgeteilt werden, die im Schnitt 560 Quadratmeter groß sind. Der größte Bauplatz soll 770 Quadratmeter, der kleinste 450 Quadratmeter umfassen. Geplant ist, dass rund 30 Prozent der Grundstücksfläche bebaut werden darf. Bei einem beispielsweise 550 Quadratmeter großem Grundstück dürfte das Haus eine Grundfläche von rund 160 Quadratmetern haben. So wie bei den angrenzenden Häusern der Lindenstraße und des Blankwegs sind zwei Vollgeschosse möglich.

In dem Baugebiet sind zwei Flächen mit rund fünf bis sechs Parkplätzen vorgesehen, an denen je eine E-Ladesäule errichtet werden soll. Die ehemaligen Wendehammer der Lindenstraße und des Blankwegs sollen auch in Parkplätze umgewandelt werden. Christophel sagte, dass man das Areal in zwei Schritten entwickeln wolle, zunächst die an den Ortsrand angrenzenden Bauplätze, im zweiten Schritt dann die nahe des Blankhofs.

Er erinnerte daran, in den Kaufverträgen Wünsche der Gemeinde, wie etwa den verpflichtenden Bau von Zisternen und die Nutzung erneuerbarer Energien, festzuhalten, um Rechtssicherheit zu schaffen

Nils Müller vom Planungsbüro Zick-Hessler stellte die Pläne für die Straßen vor. Die Verlängerung der Lindenstraße und die beiden Querstraßen sollen ein verkehrsberuhigter Bereich werden, bei denen Gehweg und Fahrbahn auf einer Höhe sind. Der Fußweg am bisherigen Ortsrand bleibt erhalten. Auf der Verlängerung des Blankwegs soll Tempo 30 gelten.

Rückhaltebecken

Diese Straße ist das Sorgenkind der Planer. Carsten Schön (Zick-Hessler) berichtete von den Problemen bei der Anbindung an den vorhandenen Abwasserkanal. Dieser legt am Wendehammer in einer Tiefe von gerade einmal zwei Meter. Der unterste Punkt des Neubaugebiets liegt jedoch vom Geländeniveau ein wenig unterhalb, sodass der Abwasserkanal nicht einmal mehr 1,50 Meter unter der Fahrbahn verlaufen würde, zudem nur geringes Gefälle habe.

Der Blankweg soll daher in Höhe des Neubaugebiets angehoben werden, zudem die zukünftigen Anrainer vertraglich darauf hingewiesen werden, dass bei Unterkellerung eine Hebeanlage notwendig sein könnte. Das Niederschlagswasser soll in einem separaten Kanal aufgefangen und zum Strauchbach geleitet werden. Damit dieser nicht überlastet wird, soll ein Rückhaltebecken gebaut werden.

Manfred Dern (CDU) schlug vor, den Bereich für sozialen Wohnungsbau nicht an die bisherige Bebauung angrenzend, sondern gegenüber des Blankhofs vorzusehen, »da die Gebäude wuchtig werden«. Annette Mulitze (Grüne) sagte, dass das Regenrückhaltebecken überdimensioniert geplant werden sollte, um auf Unwetter vorbereitet zu sein. Bürgermeister Reusch sagte, dass man die Ergebnisse der Starkregenanalyse in die Planungen mit einfließen lassen wolle. Planer Schön ergänzte dazu, dass nach derzeitigem Recht das Becken vermutlich nur 10 bis 15 Liter Wasser pro Sekunde an den Bach abgeben dürfen wird, alles darüber eingestaut werden muss.

Letztlich entfallen Ortsbeirat und Bauausschuss einstimmig, in den nächsten Verfahrensschritt einzutreten.

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