Jedes Fitnessstudio hat ein Hygienekonzept. SYMBOLFOTO: DPA
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Jedes Fitnessstudio hat ein Hygienekonzept. SYMBOLFOTO: DPA

Landrätin appelliert an Eigenverantwortlichkeit

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). In geschlossenen Räumen können sich Aerosole länger halten als im Freien. Regelmäßiges Stoßlüften ist daher von besonders großer Bedeutung im Büro, beim Hallensport oder in Fitnessstudios. Gerade jetzt, wo mehr Sport in geschlossenen Räumen stattfindet, rät das Gesundheitsamt, nicht nur zwischen verschiedenen Übungsgruppen, sondern auch zwischendurch während des Trainings zu lüften.

Enger Kontakt zu anderen Menschen sollte nach Möglichkeit vermieden werden, um Infektionsrisiken zu reduzieren. "Sport ist unter diesen Bedingungen in geschlossenen Räumen möglich", sagt Landrätin Anita Schneider. "Doch die Vorgaben müssen erfüllt werden. Sportvereine und Fitnessstudios haben hierzu Hygienekonzepte entwickelt. Diese mussten dem Gesundheitsamt nicht zur Genehmigung vorgelegt werden, deshalb ist jeder von uns mit verantwortlich, dass diese Vorgaben erfüllt werden."

Schneider habe sich vor einigen Wochen selbst davon überzeugt, dass etwa Fitnessstudios viel Geld investiert hätten, um gute Hygienestandards umzusetzen. "Ich bin überzeugt, dass jeder Einzelne gut entscheiden kann, ob die Hygienebedingungen ausreichend gestaltet sind. Hier gilt das Prinzip der Eigenverantwortung, um sich und andere zu schützen."

Voraussetzung zum Betreiben von Fitnessstudios ist derzeit, dass ein umfassendes Hygienekonzept zugrunde liegt und dass der Mindestabstand eingehalten werden kann. Es sollen nur persönliche Sportausrüstung verwendet sowie Desinfektionen insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten durchgeführt werden. Umkleideräume, Wechselspinde, Schließfächer und sanitäre Anlagen dürfen nur unter Beachtung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Verfügung gestellt werden. Warteschlangen sind in jedem Fall zu vermeiden. Der Landkreis hat zudem verfügt, dass auch Fitnessstudios Teilnehmerlisten zu führen haben.

Alle, die Hallensport betreiben, so heißt es in der Pressemitteilung des Landkreises, können mit kleinen Schritten zum Infektionsschutz beitragen. Nutzen Gruppen sonst zum Beispiel Turnmatten aus dem Inventar der Hallen für Aufwärm- oder Gymnastikübungen, sollten sie nun nach Möglichkeit eigene Isomatten mitbringen. Auch der Allgemeinheit zur Verfügung stehende Hanteln können einfach durch selbst mitgebrachte Wasserflaschen ersetzt werden. Handkontaktflächen wie Griffe von Sportgeräten sollten zwischen jedem Durchgang mit Wasser und Seife gereinigt werden.

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