Landkreis verteilt ohrenschonende Alltagshelfer

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Gießen (pm). Haustürschlüssel, Portemonnaie, Maske: Seit 2020 zählen Mund-Nase-Bedeckungen zu den Dingen, die mitnehmen sollte, wer sein Haus verlässt. Denn mittlerweile sind diese ein fester Bestandteil des täglichen Lebens.

Ärgerlich nur, dass Alltagsmasken auf Dauer an den Ohren ziehen, ausleiern oder verrutschen können. Besonders Pflegepersonal und andere Berufstätige mit Maskenpflicht am Arbeitsplatz sind hiervon betroffen. Die Gießener Firma Tucker möchte nun Abhilfe durch sogenannte Maskenclips schaffen: Diese biegsamen Clips halten die Gummibänder der Alltagsmasken je nach Bedarf enger oder weiter am Hinterkopf zusammen. 15 000 solcher Maskenclips hat die Firma an den Landkreis gespendet. Dieser verteilt die Clips weiter an Alten- und Pflegeheime. »Die Clips sorgen wirklich für Erleichterung bei den Pflegekräften, die meist durchgehend Maske tragen müssen«, sagte Jens Dapper, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt in Gießen.

Die Idee zu den praktischen Alltagshelfern mitentwickelt und umgesetzt hatte der im dritten Lehrjahr auszubildende Werkzeugmechaniker Johannes Heinz. Im Tucker-Ausbildungszentrum müssen er und seine Kollegen ebenfalls über lange Zeiträume hinweg Alltagsmasken tragen. Deshalb stellten die Auszubildenden eine Spritzgußform für Maskenclips her. Auch wenn mit dieser Form jeweils nur ein Maskenclip hergestellt werden kann, können laut Marketingmanagerin Babara Roos damit viele Clips in kurzer Zeit hergestellt werden.

»Eine Verteilung auch an Polizei und Rettungsdienste wäre denkbar«, sagte Roos und erhielt Zustimmung von Landrätin Anita Schneider. Diese lobte die kreative Idee und Initiative der Auszubildenden. Auch sie selbst findet die Clips praktisch: »Gerade beim Tragen von FFP2-Masken kenne ich das Problem, nach längerer Zeit Druck auf den Ohren zu bekommen.«

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